Glückliche und ausgeglichene Kinder mit Naturdüften und gesunden LEBENSmitteln begleiten

Sonntag, 11. April 2010

....der gelbe Kick mit Namen E 102

Inzwischen existieren einige anerkannte, wissenschaftliche Studien über die Zusammenhänge zwischen Verhalten und künstlichen Zusatzstoffen (Farbstoffen und Konservierungsmitteln) in Nahrungs- und Genussmitteln.
Im bekannten Wissenschaftsmagazin The Lancet  wurde im November 2007 eine Studie zum Thema Hyperaktivität und Lebensmittel-Zusatzstoffe veröffentlicht. In dieser randomisierten, placebo-kontrollierten Doppelblindstudie unter der Leitung von Professor Jim Stevenson und seinem Team (D.McCann, A. Barrett, A.Cooper, D. Crumpler, L.Dolen, K. Grimshaw et.al) wurden mit 153 drei Jahre alten Kindern und 144 8 bis 9 Jährigen präparierte Fruchtdrinks über einen Zeitraum von sechs Wochen getestet. Die Auswertung der Ergebnisse wurde mittels GHA-Messung (global hyperactivity aggregate) erstellt. Die Studie wurde von der britischen Food Standards Agency in Auftrag gegeben.
Sie bestand aus den Komponenten:
Skala für ADHS
Elterneinschätzung
Beobachtungen in der Schule
bei den 8-9 Jährigen ein zusätzlicher PC-Aufmerksamkeitstest
Die Fruchtdrinks waren in drei Gruppen präpariert, in Aussehen und Geschmack identisch, 2 Getränke waren mit AFCA (artifical food colours and other food additives)  und Natriumbenzoat (Sodium Benzoate E 211) versetzt. Sie unterschieden sich in der Konzentration der Stoffe und dem Farbstoffgemisch.
Mix A
Gelborange E 110
Carmousin  E 122
Tartrazin     E 102 (in USA Yellow No5)
Conchillerot A  E 124
Mix B
Gelborange E 110
Carmoisin   E 122
Chinolingelb E 104
Allurarot AC E 129
Placebo
Dosierung:
für 3-Jährige Farbstoffanteil 56 gr (entspricht ca 2 Tüten Süßigkeiten)
für 8/9-Jährige bei Mix A ebenfalls 2 Tüten, bei Mix B 4 Tüten
Ergebnisse:
bei Mix A wurde in der Messung (GHA) im Vergleich zum Placebo eine signifikante Steigerung der Auffälligkeiten festgestellt
bei Mix B entstanden gemischte Ergebnisse, gestreute Einzelergebnisse;
wurde bei Mix B die Auswertung auf Kinder focussiert, die mindestens 85% der Getränke genossen hatten, war ebenfalls eine deutliche, negative Veränderung des Verhaltens zu erkennen.

In den britischen Medien wurde diese Studie als glaubwürdig dargestellt. Mit diesen Ergebnissen konfrontierte die amerikanische FDA (Food and Drug Agency) bekannte Soft-Drink Hersteller mit der Aufforderung eines Ersatzes für die bedenklichen Azo-Farbstoffe (diese wurden früher aus Steinkohleteer hergestellt, heute aus Mineralöl). Aus "technischen" Gründen seien solche Änderungen nicht möglich, hieß es. Für betroffene Familien wurde die Empfehlung gegeben Genuss- und Nahrungsmittel mit diesen Stoffen zu meiden. Professor Stevenson jedoch wies darauf hin, dass allein die Meidung dieser Zusatzstoffe noch keine Garantie für die Behebung von Verhaltensauffälligkeiten ist.
Der Hinweis des Studienleiters ist besonders umsichtig, denn in den meisten Fällen ist hyperaktives Verhalten und Lernstörungen durch multikausal beeinflusst. (Food additives and hyperactive behaviour in 3-year-old and 8/9-year-old children in the community; a randomized, double-blinded, placebo-controlled trial; D. Maccann, A. Barrett, A. Cooper, D.Crumpler, L.Dolen, K. Grimshaw, Jim Stevenson et al.)
An der New Yorker Columbia University wurde bereits davor in einer Meta-Analyse ebenfalls ein deutlich negativer Einfluß künstlicher Farbstoffe bei bereits bestehender "ADHS-Diagnose" aufgezeigt.
(J. Dev.Behar, Pediatr. 2004;25:423-34).
zum Nachlesen und Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=29733&src=suche&p=AFCA
Der britische Ernährungsexperte Patrick Holford umschreibt in seinem Buch "Optimale Ernährung für die Psyche" ebenfalls einige Studien, welche die Zusammenhänge zwischen künstlichen Zusatzstoffen, Nährstoffmängeln und Verhaltensauffälligkeiten/Lerndefiziten deutlich machen. Auch auf die Zusammenhänge von Inhaltsstoffen in Medikamenten und deren Nebenwirkungen weist er besonders deutlich hin.
Tartrazin E 102 bewirkt „emotionale Veränderungen und Verhaltensstörungen“. An der britischen Surrey University wurde von Dr. Neil Ward  durch Zufügen von Tartrazin in Getärnke (identische Probegetränke, eines mit und und eines ohne Tartrazin) dessen Auswirkung auf das Verhalten und körperliche Zustände untersucht. Nach dem Genuss war die über Urin ausgeschiedene Menge an Zink erhöht. Durch das Verbinden von Tartrazin und Zink im Blut wird die Ausscheidung und die verminderte Aufnahme im Körper beeinflusst. Weiters wurden in seiner Studie bei JEDEM Kind, welches Tartrazin-haltige Getränke zu sich nahm, emotionale und verhaltensmäßige Veränderungen festgestellt.
4 von 10 Kindern hatten starke Reaktionen
3 von 10 bekamen Ekzeme oder asthmatische Anfälle innerhalb von 45 Minuten Verdauungszeit nach dem Genuß. (N.I.Ward et al., „The influence of the chemical additive tartrazine on the zinc status of hyperactive children – a double-blind placebo controlled study“, J. Nutr Med., Ausgabe 1, 1990, S. 51-57))(Quelle: Patrick Holford, "Optimale Ernährung für die Psyche")

In einer weiteren placebokontrolierten Doppelblindstudie mit ebenfalls dem Ziel, den Einfluß von Ernährung auf  Verhaltensweisen zu erforschen, wurden ähnliche Ergebnisse sichtbar. Von 76 Kindern wurde von J.Egger und seinen KollegInnen bei 79% eine besonders ungünstige Auswirkung und offensichtliche Verschlechterung im Verhalten festgestellt. Auch hier spielten Tartrazin und künstlich hergestellter Benzoesäure E210 (Konservierungsmittel) eine wesentliche Rolle, wobei nicht alle Kinder auf diese beiden Stoffe allein reagierten.
64% reagierten auf Kuhmilch
59 % auf Schokolade
49% auf Weizen
45% auf Orangen
39% auf Eier
32% auf Erdnüsse
16% auf Zucker
Die Aufteilung kommt aus 48 verschiedenen Lebensmitteln. Wurden die kritischen Stoffe aus der Ernährung weggelassen bzw. mit Alternativen ersetzt, veränderte sich sowohl das Verhalten, als auch die körperlichen Begleiterscheinungn wie zB häufige Kopfschmerzen, Wutanfälle, chronischer "Schnupfen, Ausschläge (Urtikaria) bis  hin zu Pseudo- und echten Allergien,  deutlich zum Positiven bis zum gänzlichen Verschwinden. ("Controlled trial of oligoantigenic treatment in the hyperkinetic syndrome", The Lancet,09.März 1983, S.540-5 J.Egger et al.) Quelle: Patrick Holford, "Optimale Ernährung für die Psyche" , und http://estoll.ch.marissa.hostorama.ch/Autismus/Diss_Verhaltensveraenderungen.htm

Letztendlich können wir durch eine bewusste und aufgeklärte Auswahl an Lebensmitteln und alternativen Therapiewegen die Situation äußerst positiv beeinflussen, möglicherweise unendlich viele Lernförderungsstunden, Eskalationen in den Familien, Therapiestunden und dauerhafte Medikamentation auf ein geringes Maß reduzieren. Eine andauernde, verzichtende Diät führt ebenfalls wieder zu Konfliktpotential.
Übereinstimmend findet sich in der renommierten Ernährungsliteratur und Forschung, die enorme Wichtigkeit der regelmäßigen Zufuhr von ungesättigten und gesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Auch der deutliche Hinweis auf den Verzicht von Anti-Nährstoffen ist präsent.
Mit dem Gedanken eines mutlikausalen Zusammenhangs jedoch können wir gleichzeitig, aber wohl nicht immer alle systemischen Verwicklungen, genetischen Dispositionen und Seelenwege erledigen. Zumindest jedoch verantwortungsbewusst durch Information mit den Kindern gemeinsam die Wahl treffen.



Kommentare:

  1. Hallo Marta, hübsch hast Du es hier - fleißig, fleißig! Bin durch Deinen Kommentar aufmerksam geworden und antworte Dir auf diesem Wege, auch wenn das Thema nicht ganz zu Deinem Post passen mag... Wenn Du das hier nicht haben willst, bin ich Dir wegen der Entfernung des Kommentars auch nicht böse.
    Also das Rachenspray hilft bei allen echten allergischen Reaktionen. Den Sesquiterpenen und -olen ist es wurscht, ob eine übermäßige Histaminausschüttung von Pollen oder Lebensmitteln kommt. Individuelle Dispositionen sind dabei aber immer auch für den Behandlungserfolg ausschlaggebend. Manche MEnschen halten Kratzen im Hals das oft von zu viel Fruchtsäure, Früchtetee, Zigarettenkonsum, Süßigkeiten usw. hervorgerufen wird, gerne mal für eine Allergie. KOmmen diese und echte allergische Symptome zusammen, wird das Spray nicht viel merkliche Linderung bringen.
    Liebe Grüße von Ula

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  2. Hallo Marta!

    Toller Blog! Schön, dass es jetzt einen zum Thema Kinder gibt. Wie du bei mir sehen kannst, hat mich übrigens dasselbe Layout angesprochen...
    www.duftreisen.blogspot.com
    www.wellnesswelten.blogspot.com

    Liebe Grüße, Nicole

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  3. guten abend liebe nicole,
    dankeschön für die blumen ;-)und willkommen.
    ja, ich habe kürzlich schon mal auf deinen blog gesehen, irgendwie fand ich ihn über elianes seite. ich schau bald wieder rein.
    hm ja, thema kinder...also mein aromaherz beinhaltet ja viel mehr (zu allen aromathemen) als nur zum thema kinder. aber manches ist mir sooo ein großes anliegen, was ich schon soo lange mit mir herumtrage- und es ist viel ernster,..denn unsere kids sind später die hüter unserer erde - bis ich auf längeres bereden von einer lieben aromabegleiterin endlich mich ins bloggen getraut habe, was davor ziemlich spurlos an mir vorbeiging, muss ich gestehen.
    also viel freude beim lesen, hoffe, es ist was dabei für dich.also die "hintergrundtechnik" des bloggens..hab ich noch nicht so herausen...aber das kommt noch!
    herzlichen gruß
    marta

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  4. hallo liebe aromula (oder wie möchtest du angesprochen werden, ula, ulrike, aromula?,

    ebenfalls willkommen in meinem blog.
    jaa, danke für deinen beitrag - GENAU das wollte ich wissen!!
    mit allergien kenne ich mich soweit ganz gut aus und eben wg meinem post zu dem neunjährigen mädchen und gleichzeitigen phb-ester E 214 und eichenpollenallergie hatte ich grad in den letzten wochen einige angespannte recherchen. ist jetzt zuuu lange für einen kommentar.
    sorry, ich hab das mit dem internlinken noch nicht so raus...du findest den beitrag unter brain-storming körperliche gesundheit.
    danke für die antwort und das lob ;-) herzlichen gruß, marta

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Ich freue mich, wenn ich auch von meinem LeserInnen lernen darf, beschreiben Sie Ihre Erfahrung!