Glückliche und ausgeglichene Kinder mit Naturdüften und gesunden LEBENSmitteln begleiten

Montag, 29. November 2010

wieder zurück in österreich...noch ein paar gedanken

Ein paar Gedanken möchte ich noch fortsetzen zu meinem letzten Post:
Inzwischen sind die Familie Komani und Familie Zogaj zurück in Österreich.
Bei Familie Komani ging es sehr schnell, innerhalb von Tagen nach der Abschiebung auf größten öffentlichen Druck, massiver Kritik internationaler Menschenrechtsorganisationen und möglichem, vollkommenen Gesichtsverlust der Innenministerin. Kurz nach der Abschiebung wurde der Leiter der Fremdenpolizei "rausgeworfen". Das ging sehr schnell. Niemand übernahm tatsächlich die Verantwortung für die Entscheidung ím Fall Komani. In einer sehr bekannten österreichischen Tageszeitung las ich in jenen Tagen einen Artikel hierzu,.....wie beiläufig stand dort:."Arigona bald zurück"....."und auch ein anderer Fall könnte für die Betroffenen glücklich enden.. Es sei ein "Happy End" für die Familie mit den Zwillingsmädchen.
Dieser "beiläufige" Fall der Familie Zogaj führte fast zu einer gespaltenen Nation, in der sich deutlich die "innere Heimat" der Bevölkerung zeigte. Arigona - damals ein Teenager, heute 18 - hielt ganz Österreich fast vier Jahre in Atem! Ein mutiges Mädchen, sehr mutig, denn sie ist aufgestanden! Aus der Flucht in die Flucht! Für Jahre ein untergetauchtes Leben als Teenie, um ihre Familie zu schützen und zu retten. Profil bezeichnet sie in seiner Januarausgabe 2010 als "Mensch des Jahres". Andere Teenies in diesem Alter konzentrieren sich auf Shoppen, Handy, Freunde...fühlen sich SICHER.
Am Mittwoch vergangener Woche reiste Familie Zogaj mit legalen Visa zurück nach Österreich, nachdem sie im Juli 2010 "freiwillig" ausgereist waren. Ich gönne es Ihnen, vor allem Arigona, von ganzem Herzen. Soviel Mut verdient ein Leben. Es lässt meine Tränen laufen....manche Native-Kulturen sagen: "Tränen sind die Heilung für's Land".
All den vielen Negativ-Kommentaren und "Aufregern" wünsche ich keine Sekunde den Lebens- und Gefühlstausch mit den Millionen Menschen aus Kriegs-, Krisen- und Katastrophengebieten. Natürlich haben diese Themen viele Seiten, berechtigte und unberechtigte. Doch wo auf der Welt gibt es die nicht???????!! Egal in welchem Land.
Abgesehen von all den politischen, gesetzlichen Hintergründen, der gelenkten Berichterstattung, der Fremdenrechtsgesetzgebung, demütigender kritischer und rechtsgerichteter Aussagen, hat Arigona ganz grundlegende Dinge aufgezeigt, stellvertretend für all die vielen Komanis und Zogajs in Europa. Auch mal davon abgesehen, welche seltsamen Wege auf unserer Erde Religionen, Kulturen, Politik für ihre jeweiligen Argumente nutzen! Letztendlich: wer macht Gesezte, Regeln, wer trifft Entscheidungen, wer demütigt, wer richtet, wer schiesst, wer gibt Befehle, wer hat Macht.....? WIR, die Menschen selbst. Niemand außer uns legt diese Dinge fest. Somit hätten wir im Grunde auch immer die Wahl.
Es macht einen großen Unterschied, ob wir aus Freiheit FREI sind zu gehen, wohin wir möchten, oder ob wir gehen MÜSSEN, weil es eine mögliche letzte, ungewisse Perspektive für's Überleben darstellt.

Für jeden Menschen ist es legitim und existenziell, die innere Bindung seiner Herkunft und Kultur im Sinne der eigenen Identität behalten zu dürfen. Es ist unsinnig zu glauben, dass jemals ein europäischer Auswanderer - es sei hier nur ein stellvertretendes Beispiel- in Afrika, auch in seinem Allerinnersten, in seiner tiefsten Seele durch und durch ein Massai würde. Selbst, wenn wir uns perfekt anpassen, es bleibt Innen immer Etwas - es könnte vergleichbar sein mit dem "genetischen Erinnerungsvermögen" der Pflanzen. Eine australische Backhousia citriodora (Zitronenmyrte) wird sich nicht auf einmal in eine Blutbuche verwandeln, nur weil sie als Kübelpflanze in Mitteleuropa auf einer Terrasse gezogen wird.
Sei es die vertraute Tonation der Muttersprache (selbst wenn wir sie nicht mehr sprechen), seien es Gerüche, Farben, der Wind, die Farbe der Erde, es kann nicht gelöschst werden. Sicher gibt es viele Fälle, die verständlicherweise aus verschiedensten Gründen keine Bande mehr möchten. Ich persönlich verstehe auch das sehr gut. Dennoch bleibt es in Dir.

Es gibt unendlich viele Komanis und Zogajs, was es zuwenig gibt ist GLEICHWERTIGKEIT.

In diesem Sinne schreibe ich nun wieder zur Aromatherapie.

ps: die gedruckte Ausgabe des profil 4. Januar 2010 stellt die Geschichte ausführlich dar.






Samstag, 16. Oktober 2010

Shouting Soul, Aromatherapie und Politik?

Dieser Post passt nicht zur Aromatherapie, doch in mir überwerfen sich Gedanken, Gefühle, was noch irgendwie annähernd erwachsenen Menschen an Hausverstand bleibt, aber ein paar Zeilen muss ich loswerden, ohne Fotos und vielen Links,
my soul is shouting, my brain bursts, my inside is burning,.....

Wir AromapraktikerInnnen sind/sollen unpolitisch, neutral sein, außer zur Gesundheitspolitik und sinnlosen EU-Restriktionen zum Thema ätherische Öle, wir sollen positiv, gute, freundlich helle Aromatherapie und Pflanzenwissen vermitteln,..........was uns auch oft ganz gut gelingt, vor allem wenn wir etwas von der Destillation der Lebensthemen verstehen. Wir vermitteln in unseren Kursen/Workshops auch, wie wir uns als Frau mit ätherischen Ölen für all unsere körperlichen und seelischen Themen stärken können, wie wir unser Selbstwert- und Bewusstsein als Frau unterstützen......aber an DIE, die es dringend bestens brauchen könnten, schwerst traumatisierte  Flüchtlingsfrauen, die allein mit Gesprächstherapien, auf die sie in den therapeutischen Abteilungen der NGO's ein halbes bis zu einem Jahr warten müssen, um überhaupt einen Termin zu bekommen, an sie können wir es als Nicht-Profi-Psychotherapeutinnen fast nicht herantragen.
Obwohl inzwischen bekannt ist, wie sehr traumatische Erlebnisse das Sprachzentrum blockieren!


Seit letzter Nacht erdrücken mich meine Gedanken, wenn ich versuche, es mit all meinem Wissen zusammenzubringen. 
Am 07. 10. wurden aus Österreich zwei 8-jährige Zwillingsmädchen und ihr Vater in den Kosovo nach sechs Jahren Aufenthalt abgeschoben. Unendliche Zeilen kann ich hierzu schreiben. Dieser Fall und die lange Arigona Zogaj-Geschichte, die in anderen EU-Ländern möglicherweise nicht so bekannt ist, sprechen für sich! Ein anderes vierzehnjähriges Mädchen steht ebenfalls kurz vor der Abschiebung. Sie geht hier zur Schule, ganz normal sowie andere Teenager auch.
Ich kannte Arigona  und meine mehrjährige berufliche Tätigkeit bei der Flüchtlingsbetreuung sowie jahrelange itensivste Einblicke in Sozialarbeit und Subventionspolitik lassen mich immer wortloser werden.
Der bekannte ungarische Autor und Literaturnobelpreisträger Imre  Kertész sagte einmal in einem Interview mit Standard, heutzutage sei der Holocaust jederzeit wieder möglich. Ich  verstehe nicht, weshalb so viele Menschen Schweigen, obwohl sie vllt andere Gedanken haben, dennn durch unser Schweigen geben wir oft genug stille Zustimmung und SEHEN ZU, wie Dinge geschehen, die einem den Atem nemen. Es ist im Grunde egal, zu welchem Thema wir schweigen, sei es im Alltag, in der Liebe, zur Politik, Berufliches oder sonstiges.......wir stimmen zu auf eine Weise.
Asylverfahren dauern in Österreich teilweise über zehn Jahre, obwohl es nach gesetzlicher Vorgabe spätestens nach einem halben Jahr der Aufenthaltsstauts geklärt sein soll. In dieser Zeit dürfen Asylwerber nicht arbeiten, höchstens saisonal, wenn aus Jahren vor 2006 noch ein bestehendes Verfahren läuft, jedoch mit stets neuer Arbeitsbewilligung, die immer seltener erteilt wird. Sie erhalten bei eigenern Wohnsituation vom Land € 180 sogenannte Grundversorgung, evtl etwas Zugabe zur Miete und wenig etwas pro Kind,. Inzwischen gibt es für NGO's und deren Beratungseinrichtungen imm restriktivere Vorgaben und Subventionsstreichungen, so dass sogar Rechtsberatungsstellen, die bisher einzigen neutralen Informationsstellen für Asylwerber, geschlossen werden.
In kürzester Zeit werden am Fremdenrecht Änderungen vorgenommen, die unter anderem immer grlößere persönliche Handlungsfreiheiten an Beamte der Fremdenpolizei geben.  Ich lese die allgemeinen großen Zeitungsblätter nicht und mag auch die minimalste gelenkte mediale Berichterstattung nicht mehr verfolgen. In hiesigen Schubhaftzellen gibt es vehemente Ausstattungen! Auch hier gab es schon Fälle, in denen Mütter mit kleinen Kindern in die Schubhaft genommen wurden. Österreich hat nicht das erstemal massivste Kritik von internationalen Menschenrechtsorganisationen erhalten. Hier wird ein grundlegendes Menschenrecht nach der Genfer Menschenrechtskonvention missachtet - nämlich Schutz der Kernfamilie. Es geschieht mitten in Europa, sowie der Krieg in Jugoslawien, ...es war mitten in Europa! Damals vor vielen Jahren baten ein paar junge Leute auf MTV Europa um Hilfe, es war kurz vor Kriegsausbruch. Unsere Außenministerin ist ein Frau.
Ich wünsche es Niemanden - auch nicht unserer Innenminísterin - zu fühlen, wie es ist, wenn Deine Kinder und Dein Mann von der Polizei abgeführt werden, Du nicht weisst, ob Du sie jemals wiedersehen wirst, noch dazu liegt die Mutter der Mädchen im Krankenhaus, was ihre Genesung sicher beschleunigt. Wie es ist, Deine Familie vor Deinen Augen zu verlieren, durch Waffen oder Polizei!
Ich bin in Deutschland aufgewachsen in der sogenannten "Gastarbeitergeneration", in der es Wörter wie Integration oder Migration nicht gab, denn jede Nation war vollkommen selbstverständlich, in der Klasse, auf der Straße, im Geschäft. Heute werden junge Menschen aus der dritten Generation abgeschoben!
Meine Heimatgegend im Ex-Jugoslawien war seit Jahrhunderten ein Vielvölker- und Sprachgemisch, in ziemlichem Frieden miteinander. Bei mir zu Hause steht die Synagoge neben der Moschee und er katholischen Kirche, ohne Porbleme. That's it, ganz einfach.
Doch seit Kriegsende sind wir auch dort wieder bei der Minderheitenrestriktion, in der Schule wird nicht mehr mehrsprachig, sondern nur noch serbisch und etwas englisch unterrichet, die Straßenschilder wandelten sich nach und nach auf rein kyrillische Schrift.

Lebe ich im falschen Land????? In einem zivilisierten Wohlstandsland mit Armut an vielen Straßen- und Wohnungsecken, mit einer seltsamen humanitären (?) Fremdenrechtspolitik. Dazu überwerfen sich meine Gedanken zu den Einstellungen von aus der esoterisch-spirituellen Szene, die sagen, diese Seelen haben sich das alle so ausgesucht und sie sind ohnehin am falschen Platz, wenn sie von hier oder dort wegkommen. Früher sei es das Karma gewesen, heute gäbe es keine karmischen Verstrickungen mehr......denn die spirituellen Energien hätten sich geändert.

Ich weiss es nicht,...was ich weiss ist, dass wir MENSCHEN sind und zwar hier auf der  ERDE und DANKE sagen dürfen, für all das Wissen, das uns diese Welt mit ihrer Natur zur Verfügung stellt. Wir sollten ein, mit allem und jedem was ist, auch wenn es manches Mal sehr schwer fällt.

Ich habe noch mehr, auch wenn das hier jetzt keine Aromatherapie ist,.....doch es bewegt mich zuviel!!!

Nun habe ich das hier geschrieben, anstatt ein gutes Bild des Riechvorgangs für meine Kursunterlagen zu recherchieren.

Pink lässt grüßen: "Dear Mr. President...."  - Dear Mrs. Fekter!

liebe Grüße an Euch LeserInnen, an die, die diesen Post unmöglich finden und an die, die ihn vllt gut finden.
marta

Minze

Warum hat die Wasserminze (Mentha aquatica) , wenn sie direkt am Wasser steht (fast drin im Wasser) trockene Wurzeln in der Erde? Im Sommer nahm ich von meinem geheimen Platz am See ein paar Stengel mit, einige trocknete ich für Tee, den Rest pflanzte ich einen Topf auf den Balkon. Sie wächst, supergesund, dunkelgrün, jedoch nach unten, gebogen, wie eine Hängepflanze....

Platanen  (Platanus x hispanica) sind aus irgendeinem Grund meine Lieblingsbäume, seit Kindheit an.....erst vor kurzem fing ich an nachzulesen, wie seltsam......ich wusste nicht, sie können bis zu 1000 Jahre alt werden und 45 m hoch. Ich liebe besonders Großen, lichten, mit hohem Stamm, der oft ein wunderschönes Muster hat. Bei uns in der Gegend hier gibt es einige von Ihnen. ..

Grüße an Alle, marta

wer weiß, was das ist?

zur bewussten Kommunikaiton in der Pflanzenwelt, ihrem genetischen Erinnerungsvermögen und eigenständigen Schutzmechanismen, was in mir unendliche viele Fragen aufgeworfen hat, nachdem ich Florianne Koechlin's Pflanzenpalaver gelesen habe:






Vor etwas drei Wochen legte ich diese "innerste Innerei" zum Küchenfenster, um zu sehen, was damit geschieht...es fiel mir erst heute früh ein, sie zu fotografieren.... so fehlt die Dokumentation, wie sie letzte und vorletzte Woche ausgesehen haben...
zuerst war eine dunkelbraune, feuchte Schale, die trocknete, heller wurde, leicht abzublättern war. Darunter kam eine rosé-apricotfarbene, eher weichliche, doch feste Masse, an ein Gehirn erinnernd, jedoch ohne Windungen, sozusagen lag es blank und ungeschützt......
nach einiger Zeit zeigten sich wieder leichte dunkelbraune Tönungen auf dieser Masse, als ob sich eine neue Schicht bildet jedoch ganz wenig,

nach etwa zwei Wochen nahm ich sie als "Mentoring-Aufgabe" für meine "hungrigen" Kursteilnehmerinnen mit.  Innerhalb eines Tages überzog sich im Raum dieser Bildungseinrichtung diese "Ding" in Eile mit einer dunkelbraunen, verholzenden Schicht. Oben war eine Öffnung, es liess sich leicht teilen, zu innerst geformt, ähnlich wie ein Herz, wurde auch das Helle sofort dunkel und der winzige kleine helle Kern oben war leicht herauszuheben.,......

Wir AromapraktikerInnen kennen alle dieses Etwas, zumindest das "Drumherum"!

Hat schon jemand eine Idee??

liebe Grüße an meine LeserInnen
marta

Mittwoch, 15. September 2010

Lernförderung mit Mototherapie & Duft im Krankenhaus, Duftstoffallergie?

Eine liebe Bekannte von mir und Mutter eines Schulkollegen meiner  Tochter ist erfolgreich nebenberuflich als Mototherapeutin ("Mototherapie ist eine psychomotorische Therapie zur Förderung der Entwicklung des Kindes") tätig. Sie hat nicht nur inzwischen eine eigenes Moto-Englisch Konzept für Kinder und Erwachsene entwickelt, welches in absehbarer Zeit oberösterreichweit an Volkshochschulen als geplantes patentiertes Konzept an PädagogInnen weitergegeben wird, sondern auch in der Heilstättenschule der neuropsychatrischen Abteilung eines oberösterreichischen Frauen- und Kinderkrankenhauses die Mototherapie eingebracht (und auch an normalen Volksschulen).
Insgesamt hat sie mit ca 600 Kindern gearbeitet. In der Mototherapie sind verschiedene Themen auf die altersentsprechenden neurologischen Entwicklungsstufen des Kindes abgestimmt. Dazu gehören "Tiefenwahrnehmung" des eigenen Körpers, die Verknüpfung von Sinneserfahrung mit dem Lernthema, ein Teil davon bezieht sich auf Duft.
Nun hat sie in zwei aufeinanderfolgenden Jahren geschafft unter kritischsten Blicken von SonderpädagogInnen, Kinder mit stark auffälligem Verhalten, starken  Lerndefiziten und unter Einfluss von Medikamenten, im Unterricht aus der Reserve zu locken. Sie beduftete selbstgemachte Handpüppchen - nach einem Crash-Aroma-Kurs bei mir- , reichte mit Olivenöl und Vanilleextrakt gefüllte Suppenteller herum. Die Kinder durften nach Herzenslust (auch ihr vierjähriger Sohn zu Hause) in der Schule (!) mit den Duftpuppen spielen, aus den Suppenteller soviel sie  Lust hatten reichlich mit dem Vanillleöl einschmieren, kosten, riechen, panschen! Die Kinder sollten ihre "Dufteindrücke" verbalisieren oder aufschreiben. Von einer Mehrzahl der Kinder wurde mit Vanille die Farbe WEIß assoziiert!
Sie beschreibt, dass die Kinder sich auf den Vanilleduft stark beruhigten, besonders wenn sie sich selbst zwecks Körperwahrnehmung damit reichlich "bepanschen" durften.
In den normalen Volksschulen arbeitete sie im Englischunterricht ganz ähnlich, mit herrlichen nostalgischen englischen Koboldgeschichten und Illustrationen, Früchten passend zu den Ölen. Gelungene Integration sowohl für beeinträchtige als auch fremdsprachliche Kinder, denn sie erreichte eine Ruhe, Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft in den Klassen, die es vorher nicht gab.

Zur Duftarbeit in der neuropsyachtrischen Abteilung gäbe es viel zu sagen.
Eines liegt mir aber doch am Herzen: Als vergangenes Jahr die achtjährige Tochter einer anderen Freundin von mir einen zweimonatigen Aufenthalt in eben dieser Abteilung hatte, sollte ich ihr für ihre mehr seelisch bedingten Bauchschmerzen eine kleine Lavendel-Fenchel-Mandarinensalbe machen. Der damalige Oberarzt, inzwischen zuständiger Primar, erklärte wg DUFTSTOFFALLERGIEN sei jede Anwendung von ätherischen Ölen untersagt. Auf mein Nachfragen hiess es, es sei eben verboten.
De facto jedoch stehen in den Aufbewahrungsschränken dieser Abteilung Fläschchen mit Lavendelölmischungen, die auch benutzt werden. Dazu kommen die Duftmoleküle der Wasch- und Putzmittel sowie die ADI-Werte der Ernährungsmöglichkeiten eines Großunternehmens Krankenhaus (dies soll nicht für alle Krankenhäuser pauschal gelten).

Mein Aromaherz liess mir damals natürlich keine Ruhe. Auf Nachfragen bei der Zentrale der öffentlichen Betreibergesellschaft einer ganzen Reihe von großen Krankenhäusern, wurde ich aus Bedenken, ich sei von der Presse, sogar zu einem Termin eingeladen.
Die Damen in der Führungsposition konnten mit diesem Thema nichts anfangen, in keinem ihrer Krankenhäuser mit über 4000 Angestellten würde Aroma angewendet werden und es gäbe weltweit keinerlei Studien hierzu, habe ein wissenschaftliches Pflegeinstitut in Wien den Damen der Führungsebene mitgeteilt. Letztendlich stellte sich heraus, das "Verbot wurde auf Grund eine inzwischen Jahre zurückliegenden, bis heute anscheinend ungeklärten Todesfalles in einem der Betreibergesellschaften gehörenden Krankenhauses, erlassen. Angeblich sei es Teebaum- oder Olivenöl gewesen, das einem Patienten gespritzt worden sei! Wenn so etwas passieren würde, das müsse ich doch verstehen, müsste man doch SOFORT die Anwendung von Ölen untersagen und für die Sicherheit von über 4000 Angestellten und PatientInnen sorgen.



Was lernen wir daraus?? Ein AUS für sinnvolle Aromatherapie, "Dufte Schule", genau DORT, wo es Kindern, die ohnehin eine oft schon belastete persönliche Geschichte haben, eine wertvolle Hilfe sein könnte. Der Duftstoff im Vanilleextrakt bleibt derselbe, ob nun in der Suppenschüssel mit Olivenöl oder auf der Puppe, in der Duftlampe, im Schrank der Station oder am BESTEN als wohltuende Berührung in Form einer sanften Massage - nämlich genau der Berührungen entbehren viele Kinder, die Auffälligkeiten zeigen.

Diesen Post wollte ich schon lange schreiben. Selbst wenn er "zu kritisch" ist, wie ein lieber Freund vor kurzem zu mir sagte: "marta, das mögen die Leute nicht so gerne".
Es war mir schon lang ein Anliegen. Ich verstehe es nicht.







Dienstag, 7. September 2010

Düfte für hochbegabte und besonders sensible Kinder

In meinen bisherigen Kinder-Duftworkshops haben manchmal auch hochbegabte und besonders sensible Kinder teilgenommen. Meine Beobachtungen dabei waren, dass sie sich von Düften wie Lorbeer, Bergamottminze, Jasmin, Petit Grain, Cistrose und Weihrauch sehr angezogen fühlten. Dies lässt sich gewiss nicht verallgemeinern. Bis jetzt hatte ich keine Gelegenheit, Kinder mit besonderen Fähigkeiten über einen längeren Zeitraum mit Ölen zu begleiten. Gerne würde ich herausfinden, weshalb sie sich zu diesen Düften hingezogen fühlen und welche neurobiologischen Wege in Gang sind. Ein dreizehnjähriger Junge konnte von Bergamottminze einfach nicht genug bekommen, fast "trank" er die ganze Flasche sozusagen leer. Sind es die stark entspannend, beruhigenden und angstlösenden Inhaltsstoffe in diesen Ölen und die besonderen Seelenebenen, in denen sie Gleichaltrigen oft weit voraus sind, die sie anziehen? Helfen diese Öle Ihnen dabei, sich innen besser arrangieren zu können mit dem Außen?
In einigen Schulen unserer Gegend gibt es Lehrer mit ECHA (European Council for high Ability)-Diplom - eine Spezialausbildung für PädagogInnen zur Förderung hochbegabter Kinder in Schulen. Inzwischen gibt es viele Projekte, eigene Kinderunis, bei Salzburg auch eine eigene Schule für hochbegabte Kinder. Neben dem positiven Fördern ihrer Fähigkeiten, ist auch der Blick auf den Weg ihrer persönliche Reife, Formung und auf ein "normales", sicheres soziales Umfeld, Kontakten zu Gleichaltrigen besonders wichtig. Überdurchschnittliche Begabungen werden oft nicht früh genug erkannt, was zu noch erhöhterem Leistungsdruck oder Motivationsabfall in der Schule, letztendlich auch zu aggressivem Verahlten aus Unterforderung und "typischen" hyperaktiven Verhaltensweisen führen kann.

Mittwoch, 1. September 2010

Tannenzweige-Wunschspirale

Mich hat dieses schöne Advent-Ritual so angesprochen, dass ich es abgewandelt in einigen meiner Kinder-Duftworkshops in Horten eingebunden habe. Zwar konnte ich nicht am Vorabend die große Spirale auslegen, damit sich der feine Tannenduft über Nacht im Klassenzimmer verbreitet, aber als ich mit meinem großen Sack Tannenzweige, den ich günstig aus Resten an Adventmärkten erworben habe, im Hort ankam, sprang mich Vorfreude und Mithelf-Eifer der Kinder an. Manche Kinder drückten voller offener Neugierde ihre Näschen in die Fläschchen im Duftkoffer hinein.Wir bereiten Rotbusch-Vanille Tee vor, gekonnt legen die Kinder in der Gruppenhalle selbständig eine gut geformte Spirale. In die Mitte der Spirale platzieren wir eine schöne Schale mit kleinen Edelsteinen. Teelichter, Nussmischung und Musik werden vorbereitet, im Raum Vanille-Myrten Duft versprüht. Für die Duftrollermischungen am Ende bereiten wir einen kleinen Mischtisch. Den Workshop beginne und beende ich gern mit einem Redekreis, in dem der Sprecher einen selbst kreierten Redestab aus Zimtstangen, getrockneten und frischen Kräutern hält und dann weitergibt. Wir malen Düfte zu ruhiger Musik, für diejenigen die mitmachen möchten, spielen wir in spontanem Rollenspiel Kräutermärchen  nach. Der Höhepunkt ist bei Entspannungs- oder Chakrenmusik das Begehen der Spirale. Am Beginn des Weges gebe ich jedem Kind ein entzündetes Teelicht in die Hand. In der Mitte der Spirale wird das Wunschlicht abgestellt. Jedes Kind darf sich einen Stein aussuchen und mit dem am Schluss gemeinsam gemischten Duftroller mit nach Hause nehmen.                                                                         (foto: google)