Glückliche und ausgeglichene Kinder mit Naturdüften und gesunden LEBENSmitteln begleiten
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Dienstag, 30. November 2010

Mandelmus & Freunde

Prunus dulcis (Mill.) D.A.Webb ist die botanische Bezeichnung für diesen poetischen Baum aus der Familie der Rosacea (Rosengewächse), dessen Ursprungsheimat Zentral- und Südwestasien sind. Heute finden wir Mandelbaumplantagen in den USA (Kalifornien), Spanien, Pakistan und Iran gepflanzt.  In Europa gedeiht er vorwiegend im Mittelmeerraum. Wächst er wild, bevorzugt er Höhenlagen zwischen 700 bis 1600m an sonnigen, eher steinigen Hängen. In Mitteleuropa wächst er auch gerne in milden Regionen, in denen der Weinanbau bevorzugt wird (Rheinhessen, Pfalz, Mittel bis Norddeutschland).  Dieses Rosengewächs gehört neben Lein, Hirse und Sesam zu einer der sehr alten Nutzpflanzen der Menschheit. Die Verwendung der nahrhaften süßen Mandeln und dem daraus gepressten milden Mandelkernöl reicht über 4000 Jahre zurück.
In Stephanie Faber's "Geheimnisse der Heilkosmetik" nennt sie Mandelöl noch als "Oleum Amygdalarum".
Sie entführt den Leser in die antiken, mythisch-geheimnisvollen Welten und Bräuche der damaligen Anwendungen von Ölen und Essenzen, die wir auch heute noch als moderne Menschen verwenden. Viel zu oft vergessen wir, wie lange die Zeit, die Natur uns mit allen herrlichen Früchten, Pflanzen, Ölen, Blumen, Harzen beständig begleitet! Sie erzählt, dass bereits in assyrisch-babylonischen, phönizischen und kanaanäischen Dokumenten Beschreibungen der damals und heute meist verwendenten pflanzlichen Ölen gefunden wurden. Sie nennt zu diesen Ölen: Mandel-, Lein-, Mohn,- Sesam,- Rizinus-, und Olivenöl.
Schon damals schätzte man die "Sanftheit" des Mandelkernöles und verwendete es wie heute für die Baby- und Schönheitspflege der Frauen. Es galt als besonders balancierendes Öl für das Wohlbefinden, es sollte dem "Wesen und der Haut göttlich milden Glanz verleihen". In der tibetischen Heilkunde heisst es: "....nur sehr Nachdenkliche werden die Schöpfungsidee dieses Öls erfassen und seine Botschaft wird auf der Erde solange wohlbehütet sein, bis die Menschen erkennen, daß die Rettung der Welt niemals stattfindet, solange eine Masse die andere überwältigt. Es ist die Aufgabe eines Jeden, Illusion und Selbstüberschätzung abzustreifen, damit das Selbst gefunden werden kann und das Ziel geistiger Reife ist im Evolutionsprozeß die Erkenntnis des Selbst in allen Dingen."
Auch in indischen traditionellen Sichtweisen wird es als balancierend, chakrenausgleichend und in "gute Ausrichtung" bringendes Öl gewürdigt. Es fange Wut- und Frustrationsschleifen auf, aus denen wir oft nicht herausfinden und fördere eine ganzheitliche Sicht- und Denkweise.
Ich habe hier bewusst nicht all die Informationen über das sowohl in der kommerziellen als auch Naturkosmetik, Aromapflege, Massage- und Babypflege verbreiteste Öl zusammgetragen, die in all unseren Aromabüchern stehen.


Vielmehr möchte ich kurz das aus den geschälten, ungerösteten Mandelkernen schonend hergestellte Mandelmus vorstellen. Es ist ein unglaublich nahrhaftes, veganes, sättigendes, gesundes Nahrungsmittel (Mineralstoffe, Vitamine, Calcium, Magnesium). Inzwischen gibt es verschiedenste "Muse" aus Cashewnüssen, Mandeln, Sesam, Tahin (Erdnuß).  Sie eignen sich als Brotaufstriche, zur Herstellung von Mandelmilch und allerbeste Alternative zu Nutella &Co. Sie sind Zusatzstoff-, Konservierungsmittelfrei, ohne künstliche Aromen. Hier könnt ihr Euch bei einem Naturkostanbieter der ersten Stunde in einer tollen Grafik über die Herstellung von Nußmusen allgemein informieren. Es gibt ein informatives pdf zum freien Download.Jedoch auch andere, gängige Bio-Lebensmittelanbieter, die in gut sortierten Bio-Lebensmittelfachgeschäften zu finden sind, führen inzwischen verschiedene Nußmuse.
Mandel, - Sesam- und Cashewnussmus eignen sich bestens für Allergiker, besonders wenn mehrere Allergien/Kreuzallergien vorliegen, bei Neurodermitis und in Fällen von anhaltenden Nahrugnsmittelkarenzen. Pubertierende und Kinder, Erwachsene, die vermeintlich keine Zeit zum Kochen und Essen haben, profitieren ganz gewisse von den "schnellen" Varianten.

Als ich vor über fünfzehn Jahren bereits für mein inzwischen "große" Tochter (heute 16), schon die Fläschchen mit Mandelmilch zubereitete, galt ich noch als "Spinner". Es hieß im Umfeld, das arme Kleine würde verhungern, es bekäme nicht genügend Nährstoffe und gut sortierte Bio-Läden waren eine Seltenheit, behaftet mit "Hobbythek und Löwenzahntouch" plus "Die alternativen Grünen",...damals. Heute ist es fast schon "chic", bewusst und leider für viele Menschen zu teuer geworden, auch wenn dies für Fair-Trade und bio-demeter Produkte gerechtfertigt ist.
Meine Tochter hatte schon damals starke Neurodermitis, seit ihrem dritten Lebensmonat, ...
Sie hatte weder Hunger, noch stand sie still in der Entwicklung ....obwohl die "Arme" keinen Dreh & Drink Saft im Fläschchen bekam, sondern griechischen Bergtee, Rotbusch oder später Cystus incanus-Tee.

Mandelmilch im Fläschchen oder in die ersten Breinahrungen gerührt, ist eine hervorragende Alternative zur Welt der hypoallergenen Pulvernahrung. Auf den ersten Blick teuer, denn ein 500g Glas kann zwischen 7-10 Euro kosten, jedoch benötigen wir davon wirklich kleine Mengen.

Mandelmilch für's Fläschchen á la marta:
250 ml Reis- oder Hafermilch
(es geht auch Ziegenmilch, die muss aber superfrisch sein, sonst "riecht" sie; Ziegenmilch hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und kommt der Muttermilchzusammensetzung sehr nahe)
1/2 Tl weißes Mandelmus
evtl ein paar Tropfen pflanzliches Öl (Lein,- oder Borretschsamen zB - wirklich nur ein paar Tropfen); extra süßen ist nicht wirklich nötig. Die verschiedenen Muse können abgewechselt werden.
Das Mandelmus in der sich langsam erwärmenden Milch in einem Topf mit einen Schneebesen einrühren, wichtig, ist, dass es ganz glatt gerührt wird, das dauert ein wenig, sonst verstopft der Sauger.
Pflanzenmilch erhitzt sich wesentlich schneller als Kuhmilch, braucht nicht aufgekocht zu werden, sondern nur erwärmt; NICHT in den Wasserkocher geben, dort kocht sie viel zu schnell über und wird viel zu heiß. Nicht mit Wasser zubereiten, dass ist nicht so wohlschmeckend und zu wenig sättigend.

Mandel-Schokocreme:
Bio-Butter oder vegane pflanzliche Margarine
Mandelmus weiß, ungeröstet
ungesüßtes Bio-Kakaopulver oder Carobpulver
Virgin Coconut-Oil
evtl etwas Schlagsahne/obers
5-10 Tr Vanilleextrakt
5-10 Tr Kakaoextrakt
evtl etwas Zimtpulver und ein wenig Roh-Rohrzucker (gibt es auch als Puderzucker)
oder Stevia  (mit Flüssigsüßmitteln wird die Masse zu weich)
je nach Menge und Gefühl alle diese Zutaten miteinander cremig glatt mixen, in ein sauberes Schraubglas füllen, fertig!

Mandelmilch und die anderen Nussmuse könnten auch in der Pflege/klinischen Bereich eine große und sinnvolle Hilfe sein für Menschen, die keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen können. Die Muse lassen sich sehr gut auch in Topfen/Quarkspeisen, Jogurths, Desserts, Salatsoßen, gekochte Speisen udn Soßen einrühren. Ein sinnvolle Ergänzugn auch bei Kindern, die mit Appetitlosigkeit kämpfen, bei Esststörungen, für Kinder und Menschen mit Beeinträchtigungen, da wir von diesen Musen nur wenig benötigen, leicht in Gerichte "hineinmogeln". So könnten wir ein Stück weit beitragen, die Versorgung mit Nährstoffen auch in schwierigen Körper- und Geisteszuständen gewährleisten.
(fotos: wikipedia, frei)

Montag, 29. November 2010

Bergamotminze, Mentha nothovar.citrata (Ehrh.) Briq. - sanfter Ausgleich


In der Aromaliteratur finden sich nur vereinzelt ein paar Zeilen zu dieser Ester betonten Minze-Art. Auch über praktische Anwendungen hört und liest man in der Aromawelt wenig über sie. Seit einigen Wochen beschäftigt mich dieses Öl. Bereits letztes und vorletztes Jahr hatte ich eine längere Zeit, in der ich sie regelmäßig verwendete. Sie ist die stille Minze, die ruhige, sanfte Ausgleicherin. In der Signaturenkunde ist sie eine der Venuspflanzen, was die Tendenz dieses Öles, als „weiblichen Charakter“ - Yin - unterstreicht. Zu diesem sanften Öl kann ich im Grunde fast nur aus meiner eigenen Anwendungserfahrung schreiben. Es ist nicht viel teurer als bestes Lavendelöl, mit einem sehr ähnlichen Inhaltsstoffspektrum, könnte also auch in der Aromapflege und klinischen Bereich sinnvollen Einsatz finden. Möglicherweise ist es einfach nur zu unbekannt, oder doch zu teuer, oder es gibt noch viel zu wenig seriöse wissenschaftliche Veröffentlichungen zu ihren Wirkweisen (zu diesem Öl habe ich mich noch nicht durch Studien-Datenbanken hierzu durchgelesen….)
In unserer Ausbildung hörten wir von Eliane, es könnte als „europäisches Teebaumöl“ ein guter Ersatz sein für das weit her importierte australische Teebaumöl (Melaleuca alternifolia). Bergamotminze ist nicht so oxidationsanfällig wie Teebaumöl und ebenfalls sehr hautmild. Sie bietet ein ganz ähnliches Inhaltsstoffspektrum wie der Lavendel fein und die Bergamotte mit einem noch höheren Linalyacetat-Anteil von 57-63% und 22-25% Linalool sowie einem unbestimmten Anteil am Sesquiterpen β-Caryophyllen. Wir könnten es also für Alle, die keine Lavendelfans sind, „anstelle von“ verwenden. Die Sesquiterpene modulieren ein strapaziertes Immunsystem und fördern die Genesung von lang anhaltenden chronischen Zuständen. Die Bergamotminze ist nicht nur stark entkrampfend und entspannend, sondern besonders hilfreich nach lang anhaltenden, kummervollen, emotionalen und seelischen Distress entstandenen Zuständen. Hier ist diese freundliche Minze in Wirkung und Duft eine sehr gute Ergänzung mit Petit Grain bigarade, das eines der klassischen Helfer für alle durch vegetative Dystonie bedingte Zustände ist.
Für mich hat die Bergamotminze eine weibliche Bezeichnung, „SIE“. Thymian Ct. thymol zum Beispiel dagegen wäre DER Starke, Mutige,…. In unauffälliger, ruhiger Weise gleicht sie aus – ohne schläfrig zu machen, ohne in der Wirkung zu kippen, wie es bei Mandarine rot oder Lavendel leicht sein kann, wenn wir diese Öle überdosieren. Vor zu vielen Tropfen bewahrt bei der Bergamotminze schon ihr Duft.

Als eher untypische Minzenart gibt sie Leichtigkeit besonders im Darm-Unterleibsbereich, doch auch im ganzen System des Körpers sowie der feinstofflichen Ebenen kommt mir vor; wobei sie eine Art friedliche, leichte Ruhe vermittelt. Sie ist äußerst ausgleichend auf unser Zentralnervensystem und die Stimmung, jedoch ohne die schweren Inhalte einer Cistrose oder Schwellenthemen der Immortelle. Besonders bei Gefühlen der Dauermüdigkeit, die sich durch anhaltende, depressive Verstimmungen eingestellt hat, wirkt sie sanft „wachmachend“, hilft die Konzentration ausgeglichen zu halten. Dies könnte durch die regelmäßige Einnahme von Leinöl unterstützt werden. In diesem Punkt könnte sie auch ein sehr wertvolles Öl mit Lavendelsalbei (Salvia lavandulaefolia) zusammen in der Unterstützung von Menschen mit Hirnleistungsstörungen sein. Sie trägt nicht die klärende-reinigende-neutrale Tendenz des Lavendels. Als Venuspflanze harmonisiert sie auf allen Ebenen; „zeichnet“ die „weiblichen Konturen“ im symbolischem Sinne, ähnlich dem Ylang Ylang und dem Nachtkerzenöl, wenn wir dieses in der Hautpflege und innerlich anwenden. Ganz unauffällig gleicht sie zyklusbedingte, psychische und körperliche Erscheinungen aus (PMS, schmerzhafte Menstruation). Hier würde sie eine gute Ergänzung mit Rosengeranienöl und der Einnahme von Borretschsamenöl bilden. Sie fühlt sich in diesem Zusammenhang ähnlich ausgleichend wie das Mönchspfefferöl (Vitex agnus castus) an, möglicherweise ebenfalls positiv einwirkend auf den Dopaminhaushalt, jedoch um ein Vielfaches angenehmer und friedlicher im Duf. Ein Tropfen Mönchspfeffer in der Duftlampe schon mit einem Tropfen. Doch tendiert dieser etwas mit seiner Stärke in Richtung der Angelikawurzel. Das Traumgeschehen kann intensiv und befremdlich beeinflusst werden, auch Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit können schnell auftauchen, bei empfindlicheren Wesen. Für Menschen, die einer bestimmten Art Träumen und spirituellen Pfaden nicht vetraut sind, kann so eine Erfahrung auch abschreckend sein. Diese Tendenz hat die Bergamotminze nicht. Sie ist duftintensiv, würzig-krautig, warm. Bei tieferem Riechen hat sie Etwas vom speziellen Geruch frisch destillierter Hydrolate, besonders von dem des ganz frischen Pfefferminzhydrolates.

Daher kann die Bergamotminze Mischungen im Duft schnell übertönen und sollte sparsam angewendet werden. Sie passt gut mit zitronigen Noten, die ihr etwas das Krautig-Würzige nehmen. In selbst hergestellten Rasierwässern kann sie sowohl zur Besänftigung problematischer Jugendhaut (zB mit Manuka und Hamamelishydrolat zusammen) als auch rebellischer Gemüter hilfreich sein. Für morgens und tagsüber als würzig/erfrischendes Rasierwasser mit Rosmarinhydrolat, Bergamotminze, Thymian linalool, Zitrone. Die exotisch sanfte, würzige Variante könnte sein: Zitronen- oder Linalool-Basilikum, Vetiverhydrolat, Bergamotte, Koriander, Patchouli, schwarzer Pfeffer. Auch Sandelholz würde in diese Art Mischung passen, jedoch sollten wir uns Sandelholz aus ökologischen Gründen nur für unbedingt notwendige und spezielle Indikationen oder Anwendungen vorbehalten. In körperlichen Indikationen können wir sie bei Blähungen, Blasenentzündung, zur Stärkung der Leber und der Bauchspeicheldrüse anwenden.
In der Aromaküche bereichern ihre getrockneten Blätter als Tee oder als feines Zusatzaroma in Schwarztee.
Für Kleinkinder würde ich dieses Öl jedoch eher nicht empfehlen, eher für Kinder ab zehn und in der Pubertät. Als ideales Einschlaföl kann man sie nícht bezeichnen, eher ein Öl für den Tag. Evtl am Abend kombiniert mit einem Tropfen Neroliöl. Mir fiel auf, dass vor allem Burschen dieses Öl gut annehmen. Wie ich diesem Post schon erwähnt habe, scheint eine Affinität zu besonders sensiblen, hellen und hochbegabten Kindern zu bestehen. Dazu punktet die mentholfreie Bergamotminze mit wundheilenden und blutstillenden Eigenschaften: das Öl kann pur in kleinere bis mittlere Schnittwunden oder auch Verbrennungen gegeben werden. Das Öl brennt nicht. stillt  fast sofort die kleinere Blutung, desinfziert und beschleunigt bei Schnitten das Zusammenheilen, ähnlich der Pfefferminze, dem Lavendel fein und der Cistrose (von ihr sagt der französiche Aromatherapeut Dr. Daniel Pénoel, sie ist die "aromatische Naht" in der Aromatherapie).
Ich bin sehr sicher, dass dieses Öl auch in der klinischen Aromatherapie und Aromapflege eine sinnvolle Alternative sein kann zu den bekannten, meist verwendeten Ölen.

entkrampfend/entspannender Raumspray á la Eliane:
Muskatellersalbei
Mandarine rot
Bergamotminze in 50ml Alkohol
harmonisch, frische, stärkende Mischung in der Duftlampe:
1 Tr Zitronenthymian
2 Tr Petit Grain citronnier
2 Tr Bergamotminze
gut fürs „vor sich hin arbeiten“ und Lernen
Gesichtspfleglotion für 30ml, nährend, pflegend, sinnlich:
10 ml Nerolihydrolat
10 ml Jojobawachs
5 ml Wildrosenöl
5 ml Nachtkerzenöl
3 Tr Ylang Ylang complet oder extra
2 Tr Bergamotminze
1 Tr Basilikum linalool
1 Tr Neroli
zuerst das Hydrolat, dann die fetten Pflanzenöle, danach die ätherischen Öle in eine 30ml Braun- oder Blauglasflasche füllen, mit Sprayaufsatz versehen, Bechriften nicht vergessen, vor der Anwendung gut schütteln (nicht wild, eher gleichmäßig und sanft), man fühlt während des Schüttelns, wann sich die Emulsion verbindet. Beim Aussprühen entsteht eine milchige Lotion. Bei Mischhaut oder etwas fettigerer Haut kann der Anteil an Hydrolat erhöht werden, ½ Hydrolat, ½ Pflanzenöle.
(fotos oben und letztes, e.zimmermann, foto mitte: frankfurter gartencenter, bergamotminze schreibart: bezng nach Zander, 17. Aflg)




Mittwoch, 16. Juni 2010

duftende hydrolate

(foto: j.broinger)
Als ich vor einigen Jahren in Vertretung für die Vorarlberger ätherisch Öl-Firma arteverde einen kleinen Aromastand beim 1. Tag des ätherischen Öles in Linz betreute, erntete ich damit wunderliche Blicke bei den damals führenden Vorstandsmitgliedern eines großen und bekannten deutschen Aromavereins. Mein mit frischen Granatäpfeln, rot-gläserner Wasserpfeife, Nussmischungen und frischen Kräutern zum Probieren, kleinen ägyptischen Parfumflakons á la Michael Kraus dekorierter Stand passte so gar nicht zu den nebenan stehenden Ständen der renommierten Aromafirmen mit professionellen Verkaufsaufstellern. Auch meine bevorzugte Literatur aus der Aromawelt lag zum Blättern für InteressentInnen auf. Ganz vorne platzierte ich Suzanne Catty's "Hydrosols - The Next Aromatherapy" (2001). Dies sorgte für hitzigen Gesprächsstoff seitens der Profis, ob ich denn mit Hydrolaten überhaupt umgehen könne und wie unglaublich schnell sie kippen (verderben könnten) und ohne Alkohol sei es sowieso schlichtweg unmöglich, sie aufzubewahren. Ich konnte nur mit einem sicheren Lächeln erwidern, dass meine Erfahrung dazu eine Andere ist. So verebbte der Gesprächsstoff mit einer bekannten deutschen Fachbuchautorin aus der Branche.
Aus meiner eigenen Anwendungserfahrung kann ich sagen, dass zB sogar angebrochenes Immortelle-Hydrolat fast zwei Jahre einwandfrei blieb, selbst auf offenen Hautwunden nicht reizte nach längerem Stehen. Weißtannen- und Pfefferminzhydrolat jedoch weit früher kippte.(Dies ist nicht unbedingt zur Nachahmung emfpohlen, ich habe es einfach ausprobiert. Für den klinischen Bereich kommt dies natürlich keinesfalls zur Anwendung!!!)

Ich liebe die Anwendung von Hydrolaten seit langen Jahren besonders. Sie kommen mir vor, wie kristallene Diamanten in wässriger Form, wie durchsichtige Regenbogen, einhüllende Sanftheit in unserem umtriebigen, zivilisierten Leben. Für Allerlei habe ich viele Hydrolate im Laufe der Jahre intensiv ausprobiert - von Kosmetik über Küche, stärkster Neurodermitis, Raumprays, Parfums/Eau de toilets, Body Splashs bis zum heftigsten Infekt. Ich habe die allerbesten Erfahrungen damit gemacht. In der heute vorhandenen kompetenten Aromaliteratur sind die ausführlichen Anwendungsformen, Herstellung, Dosierung bereits mehrfach beschrieben. Waltraud Reischer und Eliane Zimmermann haben im FORUM-Heft 33/2008 einen wunderbaren Artikel zu Hydrolaten veröffentlicht. FORUM-Hefte können bei feeling und farfalla, Primavera, bezogen werden. In Eliane Zimmermann's kompakten und auch für Einsteiger leicht verständlichen Buch "Aromatherapie, Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle" findet man ein ganzes Kapitel zu Hydrolaten.
Sie werden oft als "Neben, Bei oder Abfallprodukte" in der Aromaliteratur/Artikeln beschrieben. Hier wird Ihnen reichlich unrecht getan, da Ihnen meiner Ansicht nach ein gleichwertiger, wichtiger und eigenständiger pharmakologischer und psychotherapeutischer Stellenwert in der Aromatherapie gegeben werden sollte.
Eine herrlich große Auswahl an unkonservierten und größtenteils biologischem Anbau stammenden Hydrolaten finden wir bei Oshadhi, Maienfelser-Naturkosmetik, acqua-vita (Kanada) und das unschlagbar Beste in Duft, Wirkung und Haltbarkeit 12-fach destillierte bulgarische Rosenhydrolat der Firma WADI.

Im Post zu fresh-drinks finden Sie einige Ideen mit Hydrolaten im Sinne der Ernährungsstrategien bei Verhaltensauffälligkeiten.
Hydrolate sind in ihrer Handhabung und potentiellen Nebenwirkungen, möglichen Unverträglichkeiten im Vergleich zu den ätherischen Ölen sozusagen "ungefährlich". Trotz ihres besonders sauren ph-Wertes zwischen 1,5 bis 6,8 sind sie in keiner Weise ätzend oder sauer in oder an unserem Körper. Selbst wenn wir schon überlagerte/gekippte Hydrolate verwenden, diese in Kinderhänden zu hoch dosiert sind, kann im Grunde nichts Vehementes passieren, außer vielleicht etwas Durchfall, ein wenig Hautreizung, die sich extrem schnell beruhigt. Sogar, wenn versehentlich eine halbe Flasche Hydrolat (zB 100- 250 ml) in die gefüllte Badewanne gelangt oder mehr als 1 EL pur von einem Kind verschluckt würde, passiert nicht viel. Hier meine ich die bekannteren Hydrolate wie Neroli-, Rose oder Melisse. Selbstverständlich ist auch bei Hydrolaten der sichere Einkauf, sorgfältige Aufbewahrung und Umgang Voraussetzung für eine gute Anwendung.
Somit wären sie für alle PädagogInnen, Kindergarten- Hort- und HeimerzieherInnen, Ernährungsfachleute, Angehörige von Pflegeberufen eine leicht zu handhabende Alternative/Einstieg in Duftwege.

Sonntag, 18. April 2010

medikamente versus duft & friends

Es beschäftigt mich immer und immer wieder:                                  (foto:www.n-tv.de, google bilder)

Weltweit liegt die Zahl der Ritalinverschreibungen an Kinder über der 10 Mio Grenze.
Das Mehtylphenidat (in Ritalin Metylphenidat-Hydrochlorid) greift in den Gehirnstoffwechsel ein, Ritalin unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz. Zu Concerta findet man im aktuellen Arzneimittelkodex die Anmerkung, es gäbe keine ausreichenden klinischen Studien für die Zulassung als Medikament bei Kindern. Hunger,- Durst,- Schlaf,- Wachgefühl und Rhythmus sind Durcheinander bzw meist entsteht eine gedämpfte Wahrnehmung hierfür (bei Ritalin und ähnlichen Medikamenten ebenfalls). - Also ich weiß gerade gar nicht ....ehrlich gesagt habe ich das noch nicht bei meinen Recherchen gefunden - gibt es für Methylphenidat wohl auch einen ADI-Wert??? oder für die Mengen an toxischen Stoffen, die die Blut-Hirn-Schranke bei Kindern passieren dürfen?? Als Nebenwirkungen werden neben Kopfschmerzen, Schwindel, Dyskinesie, Schläfrigkeiten,Herz-Rhythmusstörungen, gastro-instestinalen Beschwerden auch Hinweise auf Wachstumsverzögerung unter Langzeitanwendung (angeblich konnte hier kein kausaler Zusammenhang festgestellt werden) angeführt; nach Absetzen könne es zu chronischen Depressionen (Demaskierung der Depression), chronischer Hyperaktivität kommen. Außerdem findet sich ein Verweis, bei psychotischen Kindern könnten Verhaltens- und Denkstörungen verstärkt werden sowie es gäbe für das „hyperkinetische Syndrom" keine spezifischen diagnostischen Tests“ und die Ursache für dieses Syndrom sei unbekannt (…lt atkuellem Arzneimittelkodex). Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Muskelzuckungen, mögliche Wahnvorstellungen werden als weitere Beobachtungen der Nebenerscheinungen festgestellt. Dazu gesellen sich die "unentdeckten" Einflüsse und Mengen der täglichen, durch ADI-Wert als gesundheitlich unbedenklich eingestuften künstlichen Zusatz- und Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel usw, der emotionale und körperliche Stress und abverlangte Leistungsdruck in der Schule, der Rahmen des unreflektierten Funktionierens. Hierzu paaren sich auch noch die leckeren und beliebten synthetischen Zuckeraustauschstoffe wie Acesulfam K (auch bekannt unter "Sunett",  zu Acesulfam wird kontrovers diskutiert, es stehen sich völlig gegenästzlich Studien gegenüber, in denen einerseits die völlige Unbedenklichkeit dieses Stoffes und andererseits die ua erbgutschädigenden Einflüsse dargestellt werden), Aspartam, Saccharin, Xylit, Cyclamat sowie synthetische Vitamine (zB auch enthalten in beliebten Multi-Vitaminsäften wie Kinder Multi-Sanostol zuckerfrei und in vielen bekannten Hustensirups). Bereits der bekannte deutsche Ganzheitsmediziner und Autor mehrerer Fachbücher (er befürwortete eine möglichst zuckerfreie Vollwertkost) Dr.med.M.O.Bruker (geb. 1909, verst. 2001) beschreibt in seinem Buch "Zucker, Zucker, Krank durch Fabrikzucker", 3. Auflg. Emu-Verlag, 1999, die vitamin- und mineralstoffraubenden Einflüsse dieser von künstlichen Zuckeraustauschstoffen. Sie finden sich in gängigen, bekannten zuckerfreien Wellness- und Light-Getränken, so wie üblichen Softdrinks. Inzwischen weiß man, dass durch ihren Dauergenuß Blutfettwerte, Cholesterinspiegel, Blutzuckerspiegel und Gehirnstoffwechsel, Mineralstoffhaushalt, negativ verändert werden. Der britische Ernährungsexperte Patrick Holford weist in seinem Fachbuch „Optimale Ernährung für die Psyche“ ua auf die in der Forschung herausgefundene Feststellung hin, dass offiziell Mellaril als bestes Medikament gelte und nicht Ritalin. Zur Unterstützung durch Ernährungsstrategien wurde von Dr. Bernhard Rimland herausgefunden, dass gezielt dosierte Nahrungsergänzung mit Vitamin B6 und Magnesium "zehnmal wirksamer ist als Ritalin". Vitamin B6, Magnesium und Zink gehören mit zu den allerwichtigsten Mineralstoffen, ohne die eine Umwandlung von Aminosäuren in wesentliche Neurotransmitter wie zB Dopamin nicht möglich ist. Holford hält hierzu fest, Ritalin gelte als abhängig machendes Amphetamin mit Kokain-ähnlichen Eigenschaften. Die Wissenschaftlerin Dr.in Nora Volkow vom Nationalen Laboratorium Brookhaven in Upton, New York, zeigte mit bildgebenden Gehirndarstellungen, „dass Ritalin tatsächlich wirksamer ist als Kokain“ und allein die tablettenförmige Einnahme vor einer Abhängig bewahrt, da es auf diese Weise erst nach einer Stunde im Gehirn wirksam wird. Wird Kokain eingeatmet oder gespritzt, wirkt es innerhalb von Sekunden. (N.D.Volkow et al., “Therapeutic doses of oral methylphenidate significantly increase extracellular dopamine in the human brain”, J. Neuroscience, Ausgabe 21 (RC121), 2001, S. 1-5 - Quelle: Patrick Holford, "Optimale Ernährung für die Psyche")
zum weiterlesen zum möglichen Mißbrauchspotenzial von Methylphenidat: http://www.swiss-paediatrics.org/sites/default/files/paediatrica/vol20/n5/pdf/45-48.pdf
Einige ätherische Öle unterstützen die Synthese von bestimmten Neurotransmittern. So können wir einen hilfreichen, wesentlich körperschonenderen Weg wählen, als den täglichen konzentrierten Chemiemix, dessen nachhaltige Schäden auf Gehirn und Körper niemand tatsächlich abschätzen kann. Unsere menschlichen Körper bestehen aus "natürlichen" lebendigen, natürlichen Stoffen, die wir ihm anstelle von Kunststoffnahrung zuführen sollten, um eine beständige körperliche Gesundheit zu fördern. Glücklicherweise haben wir heute als aufgeklärte und informierte Menschen die Möglichkeit zusammen mit den Kindern eine Wahl zu treffen, für welche Art Weg wir uns entscheiden möchten. Hier habe ich ein paar Ideen zu sinnvollen, komplementären/alternativen Möglichkeiten zusammengefaßt. Sie sollen und können jedoch nicht eine zusätzliche professionelle systemische familientherapeutische und/oder medizinische Beobachtung ersetzen. Jede Familie kann für sich prüfen, welcher Weg für sie der Beste sein kann, mit Welchem sie das Gefühl hat, die größte Erleichterung und Unterstützung zu finden:
o Akupunktur
o Shiatsu
o AnMo Druckpunktmassage oder TuiNa
o Klangschalentherapie nach Peter Hess
o regelmäßige Hand- und/oder Fußmassagen,
o regelmäßige Ganzkörpermassagen mit oder ohne Aromaöle
o Outdoor – viel draußen aufhalten, am besten täglich, evtl Wildnisschulen, Klettern in and out, alles, wo die Kids ihre Körper ausgiebigst spüren können, die Aggressionen und Mißstimmungen sich kanalisieren können
o Sport – mindestens 3-4 mal pro Woche
(generell alle körperlichen Aktivitäten, bei denen sich die Kinder spüren und die Aggressionen durch andere laufen können, die Aufmerksamkeiten anders gelenkt sind, die Gehirnwellen in alpha-zustand gelangen können)
o Farbtherapie nach Peter Mandel (Johannes Broinger, http://broinger.at/)
o Farblichttherapie
o Homöopathie
o Osteopathie
o NLP
o Cranio Sacrale Körperarbeit
o Kinesiologie (Cranial Fluid Dynamics, Gesundheitspraxis Linz,)
o Metamorphische Methode
o EMDR nach Dr. David Servan Schreiber
o Mototherapie
o Steinheilkunde
o Yoga
o Ur-Ton Trommeln
o alle Arten von kreativer Betätigung, sei es Musik, Tanz, Malen, Ton/Keramik, Stoffe
o Tiertherapien
o Bioresonanz
o allgemein Stärkung und Förderung der emotionalen Intelligenz unabhängig vom kognitiven „Intelligenzquotient“, Stärkung des Selbstbewusstseins, Förderung der ausschließlichen Achtsamkeits- und Wahrnehmungsfähigkeiten
zu Ernährungs- und Duftstrategien lesen Sie hier demnächst etwas mehr...

Sonntag, 11. April 2010

....der gelbe Kick mit Namen E 102

Inzwischen existieren einige anerkannte, wissenschaftliche Studien über die Zusammenhänge zwischen Verhalten und künstlichen Zusatzstoffen (Farbstoffen und Konservierungsmitteln) in Nahrungs- und Genussmitteln.
Im bekannten Wissenschaftsmagazin The Lancet  wurde im November 2007 eine Studie zum Thema Hyperaktivität und Lebensmittel-Zusatzstoffe veröffentlicht. In dieser randomisierten, placebo-kontrollierten Doppelblindstudie unter der Leitung von Professor Jim Stevenson und seinem Team (D.McCann, A. Barrett, A.Cooper, D. Crumpler, L.Dolen, K. Grimshaw et.al) wurden mit 153 drei Jahre alten Kindern und 144 8 bis 9 Jährigen präparierte Fruchtdrinks über einen Zeitraum von sechs Wochen getestet. Die Auswertung der Ergebnisse wurde mittels GHA-Messung (global hyperactivity aggregate) erstellt. Die Studie wurde von der britischen Food Standards Agency in Auftrag gegeben.
Sie bestand aus den Komponenten:
Skala für ADHS
Elterneinschätzung
Beobachtungen in der Schule
bei den 8-9 Jährigen ein zusätzlicher PC-Aufmerksamkeitstest
Die Fruchtdrinks waren in drei Gruppen präpariert, in Aussehen und Geschmack identisch, 2 Getränke waren mit AFCA (artifical food colours and other food additives)  und Natriumbenzoat (Sodium Benzoate E 211) versetzt. Sie unterschieden sich in der Konzentration der Stoffe und dem Farbstoffgemisch.
Mix A
Gelborange E 110
Carmousin  E 122
Tartrazin     E 102 (in USA Yellow No5)
Conchillerot A  E 124
Mix B
Gelborange E 110
Carmoisin   E 122
Chinolingelb E 104
Allurarot AC E 129
Placebo
Dosierung:
für 3-Jährige Farbstoffanteil 56 gr (entspricht ca 2 Tüten Süßigkeiten)
für 8/9-Jährige bei Mix A ebenfalls 2 Tüten, bei Mix B 4 Tüten
Ergebnisse:
bei Mix A wurde in der Messung (GHA) im Vergleich zum Placebo eine signifikante Steigerung der Auffälligkeiten festgestellt
bei Mix B entstanden gemischte Ergebnisse, gestreute Einzelergebnisse;
wurde bei Mix B die Auswertung auf Kinder focussiert, die mindestens 85% der Getränke genossen hatten, war ebenfalls eine deutliche, negative Veränderung des Verhaltens zu erkennen.

In den britischen Medien wurde diese Studie als glaubwürdig dargestellt. Mit diesen Ergebnissen konfrontierte die amerikanische FDA (Food and Drug Agency) bekannte Soft-Drink Hersteller mit der Aufforderung eines Ersatzes für die bedenklichen Azo-Farbstoffe (diese wurden früher aus Steinkohleteer hergestellt, heute aus Mineralöl). Aus "technischen" Gründen seien solche Änderungen nicht möglich, hieß es. Für betroffene Familien wurde die Empfehlung gegeben Genuss- und Nahrungsmittel mit diesen Stoffen zu meiden. Professor Stevenson jedoch wies darauf hin, dass allein die Meidung dieser Zusatzstoffe noch keine Garantie für die Behebung von Verhaltensauffälligkeiten ist.
Der Hinweis des Studienleiters ist besonders umsichtig, denn in den meisten Fällen ist hyperaktives Verhalten und Lernstörungen durch multikausal beeinflusst. (Food additives and hyperactive behaviour in 3-year-old and 8/9-year-old children in the community; a randomized, double-blinded, placebo-controlled trial; D. Maccann, A. Barrett, A. Cooper, D.Crumpler, L.Dolen, K. Grimshaw, Jim Stevenson et al.)
An der New Yorker Columbia University wurde bereits davor in einer Meta-Analyse ebenfalls ein deutlich negativer Einfluß künstlicher Farbstoffe bei bereits bestehender "ADHS-Diagnose" aufgezeigt.
(J. Dev.Behar, Pediatr. 2004;25:423-34).
zum Nachlesen und Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=29733&src=suche&p=AFCA
Der britische Ernährungsexperte Patrick Holford umschreibt in seinem Buch "Optimale Ernährung für die Psyche" ebenfalls einige Studien, welche die Zusammenhänge zwischen künstlichen Zusatzstoffen, Nährstoffmängeln und Verhaltensauffälligkeiten/Lerndefiziten deutlich machen. Auch auf die Zusammenhänge von Inhaltsstoffen in Medikamenten und deren Nebenwirkungen weist er besonders deutlich hin.
Tartrazin E 102 bewirkt „emotionale Veränderungen und Verhaltensstörungen“. An der britischen Surrey University wurde von Dr. Neil Ward  durch Zufügen von Tartrazin in Getärnke (identische Probegetränke, eines mit und und eines ohne Tartrazin) dessen Auswirkung auf das Verhalten und körperliche Zustände untersucht. Nach dem Genuss war die über Urin ausgeschiedene Menge an Zink erhöht. Durch das Verbinden von Tartrazin und Zink im Blut wird die Ausscheidung und die verminderte Aufnahme im Körper beeinflusst. Weiters wurden in seiner Studie bei JEDEM Kind, welches Tartrazin-haltige Getränke zu sich nahm, emotionale und verhaltensmäßige Veränderungen festgestellt.
4 von 10 Kindern hatten starke Reaktionen
3 von 10 bekamen Ekzeme oder asthmatische Anfälle innerhalb von 45 Minuten Verdauungszeit nach dem Genuß. (N.I.Ward et al., „The influence of the chemical additive tartrazine on the zinc status of hyperactive children – a double-blind placebo controlled study“, J. Nutr Med., Ausgabe 1, 1990, S. 51-57))(Quelle: Patrick Holford, "Optimale Ernährung für die Psyche")

In einer weiteren placebokontrolierten Doppelblindstudie mit ebenfalls dem Ziel, den Einfluß von Ernährung auf  Verhaltensweisen zu erforschen, wurden ähnliche Ergebnisse sichtbar. Von 76 Kindern wurde von J.Egger und seinen KollegInnen bei 79% eine besonders ungünstige Auswirkung und offensichtliche Verschlechterung im Verhalten festgestellt. Auch hier spielten Tartrazin und künstlich hergestellter Benzoesäure E210 (Konservierungsmittel) eine wesentliche Rolle, wobei nicht alle Kinder auf diese beiden Stoffe allein reagierten.
64% reagierten auf Kuhmilch
59 % auf Schokolade
49% auf Weizen
45% auf Orangen
39% auf Eier
32% auf Erdnüsse
16% auf Zucker
Die Aufteilung kommt aus 48 verschiedenen Lebensmitteln. Wurden die kritischen Stoffe aus der Ernährung weggelassen bzw. mit Alternativen ersetzt, veränderte sich sowohl das Verhalten, als auch die körperlichen Begleiterscheinungn wie zB häufige Kopfschmerzen, Wutanfälle, chronischer "Schnupfen, Ausschläge (Urtikaria) bis  hin zu Pseudo- und echten Allergien,  deutlich zum Positiven bis zum gänzlichen Verschwinden. ("Controlled trial of oligoantigenic treatment in the hyperkinetic syndrome", The Lancet,09.März 1983, S.540-5 J.Egger et al.) Quelle: Patrick Holford, "Optimale Ernährung für die Psyche" , und http://estoll.ch.marissa.hostorama.ch/Autismus/Diss_Verhaltensveraenderungen.htm

Letztendlich können wir durch eine bewusste und aufgeklärte Auswahl an Lebensmitteln und alternativen Therapiewegen die Situation äußerst positiv beeinflussen, möglicherweise unendlich viele Lernförderungsstunden, Eskalationen in den Familien, Therapiestunden und dauerhafte Medikamentation auf ein geringes Maß reduzieren. Eine andauernde, verzichtende Diät führt ebenfalls wieder zu Konfliktpotential.
Übereinstimmend findet sich in der renommierten Ernährungsliteratur und Forschung, die enorme Wichtigkeit der regelmäßigen Zufuhr von ungesättigten und gesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Auch der deutliche Hinweis auf den Verzicht von Anti-Nährstoffen ist präsent.
Mit dem Gedanken eines mutlikausalen Zusammenhangs jedoch können wir gleichzeitig, aber wohl nicht immer alle systemischen Verwicklungen, genetischen Dispositionen und Seelenwege erledigen. Zumindest jedoch verantwortungsbewusst durch Information mit den Kindern gemeinsam die Wahl treffen.



Samstag, 10. April 2010

ADI-Wert grüßt Zusatzstoff

Bei Quarks & Co kann man unter dem treffenden Stichwort "und täglich grüßt der Zusatzstoff" zum Thema Zusatzstoffe und ADI-Wert (acceptable daily intake) nachlesen. Was hat das mit Ölen und Verhaltensauffälligkeiten zu tun, könnte man sich fragen. Eine Menge, denn einige Zusatzstoffe, wie zB das gelbfärbende Tartrazin, E 102, sind in der internationalen Forschung deutlich in Zusammenhang gebracht worden mit hyperaktivem Verhalten, Konzentrationsschwierigkeiten und daraus resultierenden Lernhandicaps bei Kindern. Anstelle der mit fragwürdigen Zusatzstoffen und Konservierungsmitteln beladenen Produkte, gibt es zum Glück Alternativen - es muss nicht Alles bio sein, doch zumindest können wir als aufgeklärte Konsumenten uns für Varianten entscheiden, die frei von solchen Stoffen sind. Eine große Anzahl von Zusatzstoffen ist nicht besonders schädlich für unseren Organismus. Einige jedoch stellen besonders für Kinder, noch dazu für diejenigen mit Auffälligkeiten, eine uneinschätzbare Belastung dar.
Dazu können wir mit bestimmten ätherischen Ölen und nutritiver Ergänzung die Synthese von wichtigen Neurotransmittern, die zuständig sind für Konzentration und ausgeglichene Psyche, unterstützen.

Der ADI-Wert wird als die"durchschnittliche Menge eines Stoffes in mg pro Kilo Körpergewicht, die ein Mensch ein Leben lang täglich ohne gesundheitliches Risiko zu sich nehmen kann" definiert.
Damit ein Zusatzstoff eine E-Nummer werden darf, durchläuft er für seine Neuzulassung ein Testverfahren von ca 5 Jahren, kostet ca 1/2 Mio Euro, wird, neben Zellkulturen-Test, in 2-jährigen Mehrgenerations-Studien an Tieren ausführlich erprobt. Vor der zwei-Jahres Phase wird im 90 Tage-Test einer Tierart soviel des zu testenden Zusatzstoffes zu fressen gegeben, bis ein Effekt auftritt. Die Testergebnisse an Tieren sind nicht auf den Menschen übertragbar, daher wird die im Tierversuch gefundene Dosis durch 100 geteilt. Dies ergibt den offiziellen ADI-Wert.
Bei dieser Definition "Mensch" ist keine Unterscheidung getroffen zwischen Kind, Erwachsener, kranker Mensch, ältere Menschen, Frau, Mann. Dieser Wert bezieht sich auf EINEN Zusatzstoff. Es ist kein durchschnittlicher, insgesamter Wert für Alle, in durchschnittlicher, täglicher, kommerzieller Industriekost sich aufsummierenden Zuckeraustauschstoffen, Glutamaten, Jod, Übersalzung, Konservierungsmitteln, Farbstoffen.
Ich frage mich, wieviel daily-intake darf es sein PLUS Inhaltsstoffen aus Arzneimitteln, ganz besonders für beeinträchtigte Kinder und Menschen?
WER und WIE kann das Zusammenwirken all dieser Stoffe oder deren möglicherweise nachhaltige Schäden auf Gehirnfunktionen und/oder Körpersysteme sein abgeschätzt werden?

ein ganz "normales" Tagesmenü für Kids:
Frühstück: 1-2 Schalen Kellog's Honig Smacks mit Kuhmilch, 1-2 Marmeladebrote, Kakao
Pausensnack: Leberkässemmerl oder Schinkenstangerl, Eistee
Mittagessen am Nachmittag: paniertes Schweinsschnitzel mit Packung-Kartoffelpürree aus der Mikro
Abendessen: Wurst, Essiggurken, Hausbrot, Sirupsaft oder Limonade
Tagesgetränke: Eistee, Cola, Sprite, Red Bull od Blue Bear
(foto: google image, epochtime.de) Goji-Zweig, Lycium barbarum, Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse/Solanaceae
ein Beispiel als Alternative könnte sein:
Frühstück: alle-Tage-Power-Flocken mit Joghurt ohne Zusätze oder Pflanzenmilch (Reismilch, Hafermilch) mit ein paar Tropfen kaltgepressten Pflanzenölen wie zB Lein, Borretsch oder Hanf
oder Vollkornbrot mit Butter und Radieschen oder Kräutern, Rotbusch- oder Pfefferminztee
Pausensnack: Vollkornbrot oder -gebäck mit vegetarischem Aufstrich, Salatblättern, Ei, ein paar Cashewnüsse, Obst, Samen wie Sonnenblumenkerne oder Hanfsamen, Rohkost wie Gurken, Karotten oder auch mal Gojis und Trockenfrüchte
Mittagessen: Quinoa mit Gemüsebratlingen und gedünstetes Gemüse, Salat mit kaltgepressten Pflanzenölen, Kräutertee
Nachmittags: Obst, Nüsse, evtl Joghurt wie beim Frühstück
Abendessen: Rohkost, Vollkornbrot, Käse, wenn Wurstwaren, dann möglichst nicht abgepackt und ohne Konservierungsmittel
Tagesgetränke: Tees, Wasser, ungezuckerte und Zusatzstoff-freie Fruchtsäfte

Donnerstag, 1. April 2010

Kurkuma-Zitrus-Glasur

(foto: google bilder)
diese neulich von mir sozusagen im Eigenexperiment aus Frustration über die Fake-Food Industrie und ihre unwahrscheinlich geschickte Tarnung entstandene Zuckerglasur kann als Überzug für Kuchen, Plätzchen, Jour-Gebäck, Petit Fours und Ähnliches verwendet werden. In einer superfeinen Spritztüte auch als Verzierung/Beschriftung. Beim Rühren verbesserte sich gleich meine Laune und die meiner jüngeren Tochter ebenfalls. Weil meine Mädels auf Zaubereien stehen und der orangene Farbton uns daran erinner hat, haben wir sie einfach Blocksber-Glasur getauft.
ganz einfach: 
Saft  einer Bio Zitrone
Roh-Rohrpuderzucker
Kurkumapulver nach Gefühl
2 Tropfen Zitronenöl kbA oder
1 Tr Zitronenmyrte á la Eliane
2 Tropfen Orange süß kbA
wie üblich eine Glasur rühren, wird orange-gelb
Ich hatte sie auf dem Geburstagskuchen von meiner "Kleinen", kam gut an in der Schule!
Die gleiche Glasur können Sie auch mit edelsüßem Paprikapulver, Tonka oder Vanille versuchen. Diese Glasur ist garantiert ohne Paraben-Konservierungsmittel wie E 214, ohne E 102 Tartrazin gelb, ohne Phosphate, ohne  allura red E 129. Viel Spass mit der Farbkiste.

ps: an dieser Stelle ein kleiner Willkommensgruß an die neuen Leserinnen dieses Blogs. Merci :-) !!

Dienstag, 30. März 2010

"Die wilde Luisa"

Nach Euren lieben Kommentaren zu meinem Posting über Iris Jerman's Buch, hier ein paar Sätze zu einer meiner Lieblingsgeschichten daraus:
Es handelt von der wilden Luisa. Das Mädchen hat öfter mal ganz ärgerliche Tage, wie Viele von uns.
An einem dieser Tage wird sie nach einem Streit von ihrem Vater früh zu Bett geschickt, was ihr gar nicht passt an einem sonnigen Herbsttag. Im Traum rutscht sie über die auf einmal unendliche lange Rutsche im Garten in tiefe Erdhöhlen mit schimmernden Wänden, seltsamen Wesen, umgeben von erdigen Gerüchen. Beim Licht am Ende vieler Höhlen und Gänge trifft sie die Mutter der Stürme, deren Kinder die Winde sind. Der Nordwind hat sich verschlafen und Luisa soll ihn aufwecken, sonst gibt es in der Menschenwelt keinen Winter. Mit all ihrer Kraft, Mut und "Zappeligkeit" kann sie ihn munter machen, mit ihm und seinen Schneewolken die Erde umrunden. Sie kehrt zurück in unsere Welt mit einem Schneeflockenobsidian, der sie an ihrer Reise nicht zweifeln lässt. Der erste Schneetag ist da, mit einer, an diesem Tag besonders ausgeglichenen Luisa.
Dieses Märchen hat etwas vom Schamanischen, führt in die Mitte, zeigt den Fokus auf der Wendung überschiessender Energie in ihre positive Nutzung.  Ich habe sie gern in meinen Kinder-Duftworkshops die Kids als spontanes Rollenspiel mitmachen lassen. Zuvor sprühe ich mit dem Vanille-Weißtanne-Myrte Raumspray. Mit ein paar großen Organza-Tüchern in Erdtönen schaffen wir mit Vetiver oder Patchouli "muffigen" Duft, helle Farben und frischere Düfte für die Winde, eine große Schüssel mit Nüssen, Kokos und Cranberries, Rooibos-Tee als Stärkung nach getaner Arbeit und eine kleine Schatzkiste mit Halbedelsteinchen, die sie sich aussuchen können zum Mitnehmen. Wenn genug Zeit war, liess ich sie in der Höhle ein Wunschlicht abstellen, bevor sie sich von der "Ältesten", der Sturmmutter verabschieden.

Sonntag, 28. März 2010

..brain-storming körperliche gesundheit...?

Es war vor drei Tagen.
Ich recherchiere für ein neunjähriges Mädchen, die Tochter einer lieben Freundin, sie lebt seit fast einem Jahr nicht bei ihren Eltern, sondern in einer betreuten Einrichtung. Nach monatelangem Schnupfen- und Erkältungserscheinungen, Urtikaria-ähnlichen Ausschlägen, juckenden Augen, Warzenbefall an der Fußsohle,...immer wiederkehrenden Fieberzuständen, mittelohrentzündlich-ähnlichen Erscheinungen, starker Schleimbildung .....meine Freundin entschließt sich endlich zu einer ersten alternativen Behandlung mit Bioresonanz..sie ist im Grunde recht aufgeklärt über Gesundeheitsvorsorge, Ernährung und komplementäre Methoden. Die Testung ergibt PHB-Ester Allergie, E 214, ein weit verbreitetes Paraben-Konservierungsmittel und Eichenpollenallergie in höchstem Zustand. Meine Bekannte ist im ersten Moment etwas verzweifelt,...früher gab es keine offensichtlichen Allergieneigungen des Mädchens...Die Menschen um die Kleine herum sagten, es sein ein bisschen Schnupfen.
Unser Immunsystem kann durch verschiedenste Faktoren sehr geschwächt werden. Seien es lang anhaltende emotionale und psychische Belastungen für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, zuwenig Ausgleich zwischen Aktion und Entspannung, häufige Beschwerden, die irgendwann chronisch werden, ein hoher Anteil an nährstoffarmen, industriell verarbeiteten Lebensmitteln, sonstige Schadstoffbelastungen aus kommerziellen Produkten, ungesunde Lebens- und Gedankenführung, systemische Verstrickungen, genetische Disposition, um nur Einige zu nennen. Allergien können unter Umständen auch bei Menschen recht plötzlich aufscheinen, die vorher in keiner Form gesundheitliche Schwächen hatten. Jedoch ist in dem Moment nicht immer einfach abzuschätzen, wie der Allergieverlauf weitergeht, ob und wie tiefe, nachhaltige Schäden entstanden sind oder ob sie mit Verschwinden mancher drückender Lebensumstände sich ebenfalls auflöst. Selbst wenn man als aufgeklärter Mensch die Allergie mit bestimmten Lebensmitteln, entsprechenden Behandlugnsmethoden, Pflege und/oder Allergenkarenz positiv beeinflussen kann oder auch Ausheilen, ist das Zusammenwirken meist nicht dauerhaft berechenbar.

meine gedanken sind:
  • Allergie, äußere Erscheinung, worauf ?, nicht nur auf die bestimmbaren Fremdeiweiße- und Stoffe
  • Parabene
  • Phtalate
  • Systeme
  • Zusatzstoffe
  • Ernährung
  • Vitamin- und Nährstoffmängel
  • bei einer großen öffentlichen Krankenkasse erklärt mir ein sehr freundlicher Herr, österreichweit gibt es in der Gesamtbevölkerung keine Unterernährung oder Nährstoffmängel, es sei eine Befragung an Ärtzen durchgeführt worden, die hätte dies ergeben
  • im Institut für Mikroökologie in Herborn erklärt mir Herr Dr. Schwiertz, alle Warzen sind viral bedingt
  • in Deutschland übernehmen die Krankenkassen Kosten für die Austestung auf mögliche Überempfindlichkeiten auf Chemotherapeutika (bzw deren Inhaltsstoffe), unter diese Austestungen fällt auch das Aromatogramm, mit dem gezielt der Bakterienstamm und/oder Pilz bestimmt werden kann
  • Labore arbeiten nicht direkt über den Patienten
  • für Abstriche oder Blutabnahmen muss ein Arzt oder Heilpraktiker (in Österreich ist der Beruf des Heilpraktikers nicht zugelassen) die Notwendigkeit der Extra-Austestung unterstützen
  • Aromatogramme sind fast noch ein Fremdwort in hiesigen Sanitätsbehörden, Laboren
  • in professioneller/therapeutischer Arbeit mit Kindern erfahre ich selten die umsichtige Testung auf mögliche Mineralstoff- oder Vitaminmängel, auf einen Mangel an ungesättigten Fettsäuren
  • was machen all diese Stoffe zusammen im Körper eines neunjährigen Mädchens und wie schnell?
  • wie nachhaltig verändert sich der Zustand ihrer Körper- und Seelensysteme? 
  • wann ist der täglich aufsummierte ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) an Zusatzstoffen bei einer durchschnittlich oder ausschliessliche kommerziellen Ernährungs- und Pflegeweise erreicht?
  • ADI-Werte orientieren sich an gesunden erwachsenen Menschen, sie wurden nicht an in vivo an Menschen und nicht an Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Kindern, Menschen/Kindern mit Handicaps, schweren Krankheiten, Allergien oder dauerhafter Medikamentation ermittelt

Mittwoch, 10. März 2010

warmes Sonnenhirsefrühstück

dieses warme Sonnenfrühstück mit Hirse, Cashewnüssen, Orangenöl und Obst lässt gut gewärmt und gesättigt in den Tag starten:

200 gr Rispenhirse in einen Topf mit ca doppelt bis dreifach mehr Wasser am Vorabend einweichen, morgens Wasser abgiessen, abspülen und mit der doppelten Wassermenge und einer Handvoll Rosinen oder cranberries für ein paar Minuten aufkochen, auf der kleinsten Stufe fertig garen oder quellen lassen (dauert ca 10 -15 min), bevor die Hirse fast fertig ist, 1-2 kleingeschnittene Äpfel und/oder Orangen od Ananas kurz mitkochen (Äpfel etwas länger), 1-2 handvoll in Stücke gehackte Cashewnüsse kurz warm rösten, unter die Hirse mischen, etwas Ingwerpulver, etwas Kakaopulver, wenn Süße gewünscht, dann mit etwas Ahornsirup, Agavensirup oder braunem Roh-Rohrzucker,
2 Tr Orangenöl süß,  
1 Tr Mandarine rot
2 Tr Vanilleextrakt
1 TL Lein- oder Hanföl untermischen, mit einem Gemisch aus Kakao/Zimt/Rohrzucker am Schluß bestreuen (gibt Anlass für Glitzergechichten für Jüngere, "Cool-Klug-mach" Argumente für Teens). Es kann prima vorbereitet werden und morgens köchelt es fast von alleine, während das morgendliche timing tickt....
abgekühlt als Pausen-Power oder Zwischenmahlzeit am Nachmittag auch sehr lecker.
Unsere heutige Speisehirse (Panicum miliaceum L.) stammt aus Zentralasien und zählt neben Quinoa und Lein zu den ältesten kultivierten Nutzpflanzen. Sie gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae oder Gramineae).  Unter den Duftpflanzen finden sich hierzu die frischen Öle des Lemongras und der Citronella, sowie das milde Palmarosa und das erdige Vetiver. Das aus dem altgermanischen stammende Wort "Hirse" bedeutet soviel wie "sättigend oder nährend, nahrhaft". Bereits vor ca 4000 Jahren kannten unsere Vorfahren im europäischen Raum verschiedene Hirsesorten. Es gilt als Vollkorn, da nach dem Entspelzen der Keim erhalten bleibt. Es ist ein glutenfreies, basenbildendes Getreide mit einem besonders hohen Anteil an Silizium (in Form von Kieselsäure), viel Lecithin und einem Spektrum von Vitamin B1, B2, B6, Niacin, Panthothensäure, Folsäure und Biotin. Nach Amaranth mit einem Eisenanteil von 9m/100g. Hirse hat einen Eiweissgehalt zwischen 5-15%. Im Keim ist das meiste Fett enthalten mit über 50% mehrfach ungesättigter Omega-6 Fetten für die Produktion der Gamma-Linloensäure(Quelle:onlinemedic.unimarburg.de/biologie/nutzpflanzen/matthias/verwendung.htm; Franke, W., Nutzpflanzenkunde, 6. Auflg, Thieme Verlag, Stuttgart, 1997) - zum weiterlesen: www.zentrum-der-gesundheit.de/hirse.html

Die Nüsse des tropischen Kaschu-Baumes (Anarcardium occidentale) enthalten einen besonders hohen Anteil der Aminosäure Tryptophan, aus der unser Körper im Hirn und Darm (im Darm ca 97%) Serotonin bildet. Von allen Samen und Nüssen haben die Nüsse des zur Pflanzenfamilie der Sumachgewächse gehörenden Baumes mit den höchsten Zinkanteil mit ca 4800mg/100g. So wie wir die Cashew-Nüsse zum Verzehr kennen, werden sie vorher mit Wasserdampf oder Röstung behandelt, um das toxisch, schleimhaut- und hautverätzende Öl aus der Schale, Cardol unschädlich zu machen. Cashew-Nüsse sind für Allergiker meist sehr gut verträglich. (fotos: wikipedia)

nussige Notfall-Apotheke
Ich verwende Cashewnüsse nach Lust und Laune in den unterschiedlichsten Gerichten, vom Salat angefangen bis zum orientalischen Eintopf. Sie sind ein toller "Anstelle-von" -Retter nach anstrengenden Gesprächen oder Situationen, durch die wir in extreme "Heißhunger-Laune" geraten können. Dazu einen duftenden Serotonin-Entspannungsroller mit Mandarine, Grapefruit, Vanilleextrakt in der Tasche. Schon hat die Schokotafel im Regal den zweiten Platz! Und bevor wir (...und ich kenne das ZU GUT...) heißhungrig die Verpackung der kommerziellen Schokolade aufreißen, kann es lieber die Packung Cashewnüsse, evtl mit den herrlich roten cranberries sein!! Manchmal habe ich schon ein ganzes Päckchen Cashews auf einmal geschafft innerhalb von ein paar Minuten......um mir einen Serotonin-Schub zu geben. In dem Moment, kann man nicht genug davon kriegen.....doch auf jeden Fall ist es die gesündere Notfall Portion als Schoko, Chips & Co.

hippe Omegas
Ganz allgemein und besonders beim Start in den Tag, wenn morgens unsere Kohlehydrat- und Wasserspeicher fast leer sind, ist ein Energie gebendes Frühstück hilfreich für den kommenden geistigen Kraftaufwand in Schule und Beruf. Sorgen wir für einen relativ ausgeglichenen Blutzuckerspiegel durch komplexe Kohlenhydrate, hilft dies, unsere Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspanne über längere Zeiträume leichter zu halten. Ein zu schneller Anstieg und Abfall mindert die Aufmerksamkeitsfähigkeit und kann unter anderem aggressives Verhalten fördern bzw unsere Stressresistenz stark herabsetzen. Unsere Konzentrationsfähigkeit können wir zusätzlich mit passenden ätherischen Ölen (wie zB Zitrone, Lemongras, Kardamom, Rosmarin, Pfefferminz) unterstützen. Natürliche Zucker treffen gegenüber isolierten Zuckern und Zuckeraustauschstoffen sowie künstlichen Süßen (zB Saccharose, Acesulfam K, Aspartam) nicht pur ins Blut.
Unser Gehirn hat von allen Körpergeweben nicht nur den höchsten Anteil an Omega-6 Fetten, sondern verbraucht auch ca 40% unsere gesamten Energie, noch dazu bei fordernder geistiger Tätigkeit. Die Myelinhülle um unsere Neuronen im Gehirn besteht aus Phospholipiden, jeweils einer gesättigten und ungesättigten Fettsäure als Omega 6 oder Omega 3. DESHALB ist es wichtig, unsere Nahrung mit eben diesen Fetten anzureichern, um unsere Gehirnfunktionen geschmeidig zu halten. Die Ahnin des Stimmungsaufhellers Omega-3-Fettsäure ist die Alpha-Linolensäure, Bestandteil der Myelinhülle und Vorstufe zur Bildung von Prostaglandinen (Gewebshormonen). Die zweite Ahnin der Omega-6 Fette stellt als Linolensäure die Umwandlung zur besonders hautregenerierenden- und hormonregulierenden Gamma-Linolensäure (in Borretschsamen- und Nachtkerzenöl). (Quelle: Patrick Holford, "Otpimale Ernährung für die Psyche").

Dienstag, 9. März 2010

zeigt her Eure Füßchen...beruhigendes Fußmassageöl

foto: e.zimmermann, skulptur
flughafen dublin
Eine sanfte Ölmischung aus den Pflanzenfamilien der Lippenblütler (Lamiaceae) und Rautengewächse (Rutaceae):
für aufgeregte junge Gemüter:
20 ml Mandelöl (Prunus dulcis)
10 ml Johanniskrautöl (Mazerat, Hypericum perforatum)
1 Tr  Lavendel fein (Lavandula angustifolia,
1 Tr  Mandarine rot (Citrus reitculata)
1 Tr  Majoranöl (Oreganum majorana)

Sie können diese Mischung regelmäßig am Abend als "Füßchen-Massage" anwenden. Sie kann helfen, in ruhigen Schlaf zu finden. Es ist keine besondere "Technik" nötig. Über die Reflexzonen in den Fußsohlen erreichen wir Körper und Nervensystem.  Die gemeinsame Zeit und Berührung, ungeteilte Aufmerksamkeit ans Kind ist im Vordergrund, auch wenn es nur für ein paar Minuten manchmal möglich ist. Mögen die Kinder es abends gar nicht annehmen, könnte man auch zusammen eine andere Zeit am Tag finden; selbst wenn  im logistischen Tagesablauf manches fast unmöglich scheint, es lohnt sich. Selbst wenn es NUR ein paar Minuten sind. Vielleicht kann es zu Beginn täglich nicht möglich sein, aber es gibt sich mit der Zeit. Die Regelmäßigkeit bringt auch gleichzeitig eine speichernde Rhytmisierung, somit eine positiv-entspannte neu besetzte Emotion für die Beteiligten. Die ganzen Füße, Waden können mit auf und ab streichenden Bewegungen miteinbezogen werden. Vielleicht finden wir auch eine kurze Zauber-Einschlafgeschichte. Manche Kinder empfinden es als zu kitzlig auf den Fußsohlen; hier können wir stattdessen rund um den Bauchnabel mit sanften langsamen Streichungen im Uhrzeigersinn ebenfalls Entspannung schaffen.                                    foto: e.zimmermann 2010
Nebenbei ist diese Mischung auch entkrampfend, antibakteriell, leicht schleimlösend, lösend bei Verkrampfungen im Verdauungsbereich, stabilsierend bei seelischen Schwankungen. Majoran wirkt anregend auf den Parasympathikus, der unter anderem für unsere Regeneration und Ruhe zuständig ist, gleichzeitig senkt er die Aktivität des Sympathikus. Bei nächtlichen Wachstumsschmerzen kann Majoran allein oder zusammen mit Lavendel fein, je 1 Tr, pur auf die schmerzenden Stellen eingestrichen werden. Es löst fast sofort.
Beim Kauf von Majoranöl ist die Beachtung der botanischen Bezeichnung auf dem Fläschchen wichtig, da oft die Verwechslung mit einer Thymianart (Thymus mastichina) vorkommt. Dieser Thymian wird oft unter Spanischem Majoran
angeboten und hat nicht die Eigenschaften des echten Majoranöls.
Literaturtipp: "Babymassage", Die Sprache der sanften Berührung in der Newar-Tradition von Nasma Scheibler-Shrestha und Ruth Lehmann, ein wunderbar liebevoll gestaltetes Buch über die traditionelle nepalesische Babymassage und Umgang mit der Symbiose von Mutter und Kind nach der Geburt.

                       

Montag, 8. März 2010

WELCOME

"ein aromatischer willkommensgruß für neuankömmlinge, kleine und große erdenbürger, die uns besuchen, die wir bewirten oder betreuen, lädt ein, sich zu hause zu fühlen und gerne wieder zu kommen."

Dies stand vor 9 Jahren auf dem kleinen Kärtchen als Beschreibung für diese besondere Mischung.
Meine liebe Freundin und Begleiterin auf dem ersten Teil meines Duftweges, Monika Schöndorfer, Inhaberin der ehemaligen Duftwerkstatt, schenkte uns diesen Duft zur Geburt meiner jüngeren Tochter. Es kam ein Fläschchen mit goldfarbenem Etikett und dem Namen meiner Kleinen darauf. Ohne sie hätte es diese Mischung nicht gegeben. Im Grunde ist es keine aufsehenerregende neue Mischung gewesen und inzwischen fast genauso oder ähnlich von vielen Ölanbietern in ihren Mischungen vorhanden. Sie enthielt:
Benzoe (Styrax tonkinensis)
Linaloeholz (Bursera delpechiana)
Orange süß, kbA (Citrus sinensis)
Mandarine rot (Citrus reticulata)
wärmend, wohltuend, besänftigend, herabsetzung der reizschwelle, verbindung zum inneren kind bei groß und klein, harmonisierend, erheiternd, stabilisierend bei ängsten
Danke Moni


duftender Kokos-Vanille-Omega Smoothie für Eilige

Hier einer von unseren Lieblingssmoothies; eine schnelle, sättigende Drink-Idee für eilige Jugendliche, Erwachsene und "Schnellschlucker"- Kiddys:
für ca 1 Liter
3/4 Liter Reis- oder Hafermilch
1-2 EL ungeröstetes weißes Mandelmus
1 kleine Dose Kokosmilch/konzentrat
2 Bananen
1/2 Glas Sanddorn-oder Apfelmus oder Gemisch
1/2 TL Borretschsamenöl
1/2 TL frisches Leinsamenöl
etwas Ingwerpulver
etwas Kakaopulver ungesüßt
etwas Kurkuma
5 Tr Vanilleextrakt
2 Tr Tonka
2 Tr Kakaoextrakt
Bis auf die ätherischen Öle alles in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer gut pürieren. Zum Schluß die ätherische Öle dazugeben, nochmals mixen. Nach kreativer Idee dekorieren, zB mit Kokosraspeln, Sonnentor-Gute Laune Gewürz.
Guten Genuß!
Diesen Drink und Ähnliche kann man auch mit jüngeren Kindern leicht zubereiten. Meist gefällt es Ihnen, wenn sie ihn schon selbst nach Lust und Laune einfach mixen können, haben wir es Ihnen erst ein paar Mal gezeigt.
Von den lebenswichtigen (essentiellen) mehrfach-ungesättigten Fettsäuren sind im Leinöl die Omega-3 Fettsäure (Alpha-Linolensäure)  und im Borretschsamenöl Omega-6 Fettsäure vertreten. Sie sind extrem wichtig für die Erhaltung unserer Gehirnfette und Bestandteil der unsere Gehirnneuronen und deren Dendriten umgebende Myelinhülle.
Das Borretschsamenöl, hergestellt aus den kleinen schwarzen Samen der als Unkraut bekannten, nach Gurken schmeckenden blau/lila blühenden Pflanze Borago officinalis ist durch die enthaltene Gamma-Linolensäure lindernd bei vielen Hautbeschwerden und ausgleichend aufs hormonelle System (zB bei PMS und hormonellen Disbalancen). Es hat auch gleichzeitig in relativ kurzer Zeit der Anwendung positivsten Einfluß auf oftmals mit anhaltender Hyperaktivität einhergehenden nervösen Haut- und allergischen Zuständen. In Leinöl ist ein wesentlich höherer Anteil an Omega-3 Fettsäuren enthalten als in gängigen Fischöl-Kapseln ( in 100gr sind bis zu 55gr Omega-3-Fettsäuren; in 100gr Meeresfischen wie Makrelen, Lachs oder Hering ca 3 gr - aus: "Leinöl macht glücklich", Das blaue Ernährungwunder, Hans-Ulrich Grimm, 5.unveränd. Auflage, 2009, Dr. Watson Books).
Leinöl hat unter anderem eine stark stimmungsaufhellende und konzentrationsfördernde Wirkweise. Ideal ist, ein relativ frisches Leinöl zu verwenden, dann hat es fast keinen bitteren Geschmack. Es sollte schnell aufgebraucht werden, da es, wie fast alle fetten Pflanzenöle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, schnell ranzig (oxidiert) werden kann.

Multi-Duft - Impulse zu Hyperaktivität & Co


Ich  habe die Erfahrung gemacht, dass bei der gängigen Diagnose von "Hyperaktiv" noch zu selten ein besonders differenzierter Blick auf die multikausalen Zusammenhänge gerichtet ist. Die Körperspannung, das Wesen an sich, die Art ihrer Wahrnehmung, Haltung, Sprache, Bewegung können neben den mehr oder weniger ausführlichen theoretischen Fragekatalogen und/oder Test, wertvolle Indikatoren für die Hintergründe des äußeren Verhaltens sein. In der Duftarbeit ist mir auch begegnet, dass entgegen der Empfehlungen für die besonders entspannenden, beruhigenden Öle schon öfter mal die anregenden, frischen Öle gewählt wurden.
Bei überdurchschnittlich begabten Kindern mit meist hoher Sensivität fiel mir ihre Vorliebe zu eher  „kinder- und hyperaktiv untypischen“ Ölen auf. Sie entschieden sich für teilweise für Lorbeer, Weihrauch, Cistrose, Iris, Bergamotteminze (sie einen hohen Esteranteil mit ca 57-63% Linalylacetat, neben ca 22-25% Linalool und einem ca 2%igen Anteil von 1,8 Cineol - (Quelle Inhaltsstoffe: "Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe", Das Kursbuch zur Aromapraxis, 3. vllg.üb.Auflage, Sonntag Verlag, 2006). Der Duft dieses Lippenblütlers, Mentha citrata, wird gern von Kindern akzeptiert. Etwas aufgemischt mit Zitronenöl und Mandarine rot, evtl etwas Zeder, kann es zu einer gleichzeitig entspannt konzentrationsfördernden und Stabilität unterstützenden Mischung werden, ohne einzuschläfern.
Eine Art "Rundum-Package", zusammengestellt aus Änderungen in der Tagesstruktur, Ernährungsstrategien, alternativ/komplementärer Begleitung (nonverbale Methoden), professioneller pädagogischer/therapeutischer Unterstützung für die Familie, Farben und Düften und KÖRPERaktivitäten kann herausführen.
Vor allem alle Arten intensiver und regelmäßiger Körperaktivität, was dem Kind/Erwachsenen eben liegt, sei es Tanz, Klettern, friedliche Selbstverteidigungsformen, Vereinssportarten,..was auch immer und regelmäßiger Aufenthalt in der Natur helfen den Kids ihre überschiessenden Energien und Emotionen, die sie noch nicht verbalisieren können, in gelassene Kanäle zu bringen. Die Ordnung in der Natur mit ihren Farben hilft beim "runterkommen".
Die oft präsente nachmittägliche Hausaufgabenbelastung raubt gemeinsame Zeit - meist gehen die Schulthemen leichter nach drei Stunden Körperaction...in kurzer Zeit ist am Abend erledigt, was am nachmittag Stunden gedauert hätte. Da ist die halbe Stunde spätere Bettzeit nicht so primär, als ein paar entspannte, zufriedenstellende Stunden.
Die Kraft und Motivation zu behalten für Eine kleine Veränderung nach der Anderen zahlt sich aus - auch wenn es uns und den Kids manchmal fast die Herzen und Seelen sprengt, wenn wir vor Ohnmacht uns handlungsunfähig fühlen, wenn unser Umfeld alles besser weiß, Profis die beste Lösung wissen.......es lohnt!!
Die Ausrichtung auf Lösung, auf die Talente und das Positive, lässt das nicht so Schöne automatisch mit weniger Bedeutung mitfliessen, bis es fast keinen Raum mehr findet.
Verhaltensweisen, die der Diagnose entsprechen, können sich ebenso bei Erwachsenen und KINDERN zB in Phasen eines Burn-Outs oder anhaltender hochbelastender Lebensumstände zeigen. Ich denke, diesen Themen darf vor einer endgültigen Bestimmung wesentlich mehr Beachtung geschenkt werden, als es üblicherweise der Fall ist:
  • Familienstruktur/soziokultureller Rahmen
  • Aggression durch Underachievement
  • Impfungen (unbeachtete/unentdeckte langfristige Impfschäden können ua Allergien, Pilze, Asthma, Neurodermitis, negative Stoffwechselveränderungen, Immunsystemschwächung, Verhaltensänderungen sein)Pilzbefall (Pilze können bei Daueranwesenheit aggressive Verhaltensweisen fördern)
  • Pilzbefall
  • Ernährung (mögliche unerkannte Lebensmittelallergien zB durch Weizen, Milcheiweiß, Farb- und Geschmacksstoffe, synthetische Nahrungsmittelzusätze, Eier, Orangen, Schokolade, Zusatzstoffe, Fett- und Zuckeraustauschstoffe)
  • mögliche Übersäuerung durch Mangelernährung und anhaltenden emotionalen und körperlichen Distress
  • Traumatisierung
  • bisherige Behandlung/chronische Beschwerden oder sonstige Erkrankungen und deren Medikamentation
  • Schadstoffbelastungen des Gehirns
  • Minralstoff- und Vitaminanalyse
  • Alter des Kindes
  • kognitive und emotionale Intelligenz
  • mögliche genetische Disposition
  • Grundwesen/Verhalten des Kindes
  • liegen psychische/geistige/körperliche Beeinträchtigungen vor
  • besondere Talente und Vorlieben in Bezug auf Kreativität, Farben, Essen, Spiele, sportliche Betätigung, andere Kinder (ist es lieber allein, zieht es sich bei Ärger zurück oder eher umgekehrt, Verhalten in Gruppe)
  • inwieweit kann/konnte durch die Eltern oder Schule die geistige und körperliche Entwicklung gefördert werden
  • Konsumverhalten 
Demnächst möchte ich hier einen Überblick zu komplementären/alternativen Unterstützungsmöglichkeiten geben.